Elektroautos auf dem Vormarsch: Belgien unter Europas Top-Märkten

<p>Ein Elektroauto wird an einer Ladesäule aufgeladen: Belgien war 2025 nach Deutschland und den Niederlanden der drittgrößte Absatzmarkt für vollelektrische Fahrzeuge in Europa.</p>
Ein Elektroauto wird an einer Ladesäule aufgeladen: Belgien war 2025 nach Deutschland und den Niederlanden der drittgrößte Absatzmarkt für vollelektrische Fahrzeuge in Europa. | Foto: picture alliance/dpa

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr europaweit rund 10,8 Millionen Neuwagen registriert. Etwa 17 Prozent davon waren reine Elektroautos. Damit wuchs dieser Marktbereich um fast 30 Prozent. Weiterhin stark vertreten bleiben Hybridfahrzeuge, die rund ein Drittel aller Neuzulassungen ausmachen. Auch Plug-in-Hybride legten deutlich zu und kommen inzwischen auf etwa zehn Prozent Marktanteil.

Trotz dieser positiven Entwicklung sieht ACEA noch keinen Durchbruch. „Der Marktanteil von Elektroautos müsste sich nahezu verdreifachen, damit die Hersteller ihre CO₂-Ziele erreichen können, ohne Strafzahlungen leisten zu müssen“, erklärte ACEA-Direktorin Sigrid de Vries. Dafür brauche es bessere Rahmenbedingungen: mehr Ladeinfrastruktur, steuerliche Anreize und günstige Energiepreise.

Deutlich unter Druck geraten sind dagegen Benzin- und Dieselfahrzeuge. In vielen europäischen Ländern verloren sie spürbar an Marktanteil. Besonders stark war der Rückgang bei Benzinern in Frankreich mit minus 32 Prozent, gefolgt von Deutschland mit minus 21 Prozent. Insgesamt machen Benziner europaweit nur noch etwa ein Viertel des Marktes aus, während Diesel unter die Zehn-Prozent-Marke gefallen ist.

Für Bewegung sorgt auch der internationale Wettbewerb. Der chinesische Hersteller BYD steigerte seinen Absatz in der EU um mehr als 200 Prozent und überholte damit erstmals Marktführer Tesla. Damit war BYD der mit Abstand größte Gewinner auf dem europäischen Automarkt im Jahr 2025.

In Belgien zeigt sich ein differenziertes Bild: Zwar gehört das Land zu den wichtigsten Absatzmärkten für Elektroautos, gleichzeitig gingen die Gesamtzulassungen neuer Fahrzeuge um sieben Prozent zurück. Besonders stark brach der Verkauf von Dieselfahrzeugen ein (minus 42 Prozent). Auch Plug-in-Hybride verloren deutlich an Bedeutung, mit einem Rückgang von rund 40 Prozent. (belga/calü)

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