Für Mertens war es bereits die siebte Niederlage im achten Duell mit Rybakina. Die letzten fünf Begegnungen gingen allesamt an die Kasachin. Den einzigen Sieg gegen Rybakina feierte Mertens 2021 in Madrid.
Rybakina, die 2022 Wimbledon gewann und 2023 im Finale der Australian Open stand (Niederlage gegen Aryna Sabalenka), bestätigte damit einmal mehr ihre Favoritenrolle. Im Viertelfinale trifft sie am Mittwoch nun auf die sechsmalige Grand-Slam-Siegerin Iga Swiatek aus Polen, die ihrerseits die überraschende Serie der Qualifikantin Maddison Inglis stoppte (6:0, 6:3).
Für Mertens bleibt das Halbfinale von 2018 weiterhin ihr bestes Ergebnis beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Damals erreichte sie bei ihrem Debüt im Hauptfeld überraschend das Halbfinale. Seitdem konnte die Limburgin bei keinem Grand-Slam-Turnier im Einzel mehr dieses Resultat übertreffen.
Im Doppel ist Mertens hingegen weiterhin im Rennen: An der Seite der Chinesin Shuai Zhang traf das Duo in der Nacht zum Dienstag (unserer Zeit) auf die als Nummer vier gesetzten US-Amerikanerinnen Peyton Stearns und Hailey Baptiste.
Auch Titelverteidigerin Madison Keys ist im Achtelfinale gescheitert. Die 30 Jahre alte US-Amerikanerin verlor gegen ihre starke Landsfrau Jessica Pegula mit 3:6, 4:6, der Traum vom nächsten Coup ist geplatzt. Nach nur 78 Minuten verwandelte Pegula ihren ersten Matchball und fiel ihrer guten Freundin am Netz um den Hals. „Ich habe wirklich gut gespielt, den Ball gut gesehen und ihn wie während des gesamten Turniers sehr gut getroffen“, sagte Pegula, auf die im Viertelfinale am Mittwoch ein weiteres US-Duell mit Amanda Anisimova wartet.
Vergangenes Jahr hatte Keys in Melbourne ihren größten Karriereerfolg gefeiert. In einem hochklassigen Finale schlug sie überraschend Aryna Sabalenka und verhinderte den dritten Erfolg der Belarussin bei den Australian Open in Folge. Keys und Pegula hatten vor ihrem Achtelfinalduell noch gemeinsam einen Podcast aufgenommen.
Im Herren-Turnier hat Jannik Sinner zwei Tage nach seinem hitzebedingten Beinahe-Kollaps zu seiner Topform gefunden. Der Titelverteidiger aus Italien schlug seinen Landsmann Luciano Darderi nach einer konzentrierten Leistung mit 6:1, 6:3, 7:6 (7:2) und zog ungefährdet ins Viertelfinale von Melbourne ein.
„Ich bin zufrieden mit meinem Niveau“, sagte Sinner, der nun 17 von 17 Duellen gegen Landsleute auf der Tour gewonnen hat und weiter den dritten Titel in Australien in Folge jagt: „Das Viertelfinale ist immer etwas ganz Spezielles.“ Dort trifft Sinner auf den Weltranglistensiebten Ben Shelton, der den Norweger Casper Ruud 3:6, 6:4, 6:3, 6:4 besiegte. Im Vorjahr hatte Sinner den US-Amerikaner im Halbfinale locker in drei Sätzen ausgeschaltet.
Zuvor hatte der dritte Italiener im Achtelfinale, Lorenzo Musetti, einen überraschend klaren Sieg gefeiert. Der Weltranglistenfünfte schlug Taylor Fritz (USA), die Nummer 9 im ATP-Ranking, mit 6:2, 7:5, 6:4. Er trifft in einem mit Spannung erwarteten Viertelfinale am Mittwoch auf Novak Djokovic. (belga/sid/calü/tf)

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