Rallye Monte-Carlo: Solberg verteidigt Führung, Neuville verliert Zeit

<p>Thierry Neuville hat bei der Rallye Monte-Carlo einen schweren Stand.</p>
Thierry Neuville hat bei der Rallye Monte-Carlo einen schweren Stand. | Foto: Photo News

Für Thierry Neuville verlief der Tag dagegen enttäuschend. Der Ostbelgier im Hyundai verlor weiter Zeit und hat mit einem Rückstand von 7:29,5 Minuten die Podestplätze aus den Augen verloren. Selbst sein Teamkollege Adrien Fourmaux, der ebenfalls zurückfiel, liegt mit 6:13,8 Minuten noch deutlich vor Neuville. Am Samstagnachmittag „grüßten“ Fourmaux und Neuville von den Rängen vier und fünf.

Dabei begann der Samstag mit einem Achtungserfolg für Ogier: Auf der ersten Prüfung des Tages, La Bréole/Bellaffaire (29,93 km), fuhr der achtfache Weltmeister die Bestzeit. Solberg kam dort nach kleinen Problemen nur auf Rang vier (+20,5 Sekunden), Neuville wurde Fünfter (+21,3).

Auf der folgenden Prüfung Vaumeilh/Claret (15,06 km) schlug Solberg jedoch eindrucksvoll zurück. Überraschend stark präsentierte sich dort auch der Franzose Yohan Rossel im WRC2-Auto, der nur 1,1 Sekunden hinter Solberg ins Ziel kam und Lancia beinahe den ersten Bestzeit-Erfolg seit 1994 beschert hätte. Der Italiener Matteo Fontana (WRC3, Ford) belegte Rang drei, während der Belgier Cédric Cherain im Skoda mit Platz fünf (+11,8) ein starkes Ergebnis erzielte. Neuville verlor erneut viel Zeit, wurde nur Elfter und büßte weitere 25,5 Sekunden auf die Spitze ein.

<p>Oliver Solberg bei der Rallye Monte-Carlo in Aktion</p>
Oliver Solberg bei der Rallye Monte-Carlo in Aktion | Foto: Photo News

Beim zweiten Durchgang auf der langen Prüfung La Bréole/Bellaffaire kam es zu mehreren Ausrutschern, doch die Spitzenfahrer blieben – teils mit Glück – auf der Strecke. Die Bedingungen mit Eis, Schnee und Schlamm verlangten den Piloten alles ab. „Ich war von Anfang bis Ende nur Beifahrer. Ich hatte keinerlei Kontrolle“, sagte Neuville nach der Prüfung, die er als Achter mit 57,9 Sekunden Rückstand auf Solberg beendete. Der Schwede setzte erneut die Bestzeit, vor Evans (+1,9) und Ogier (+18,2).

Abgeschlossen wird der Samstag mit einer kurzen Zuschauerprüfung über 2,69 Kilometer durch die Straßen von Monaco. Am „Super Sunday“ stehen dann zwei Schleifen mit den Prüfungen Col de Braus/La Cabanette (12,5 km) und La Bollène-Vésubie/Moulinet (23,45 km) auf dem Programm. Der zweite Durchgang auf La Bollène-Vésubie/Moulinet zählt zugleich als Power Stage und bringt zusätzliche WM-Punkte. (belga/calü)

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