Königin Mathilde besucht Limburger Justizdienste zur Bekämpfung von familiärer Gewalt

<p>Bei ihrem Besuch in Hasselt widmete sich Königin Mathilde dem Thema der häuslichen Gewalt.</p>
Bei ihrem Besuch in Hasselt widmete sich Königin Mathilde dem Thema der häuslichen Gewalt. | Foto: Eric Lalmand/belga

Nach Angaben von Staatsanwalt Frank Bleyen interessierte sich die Königin besonders dafür, wie innerfamiliäre Gewalt in Limburg konkret angegangen wird. Die beteiligten Dienste arbeiten dabei eng zusammen, jeweils ausgehend von ihrer eigenen Rolle und Fachkompetenz. Gemeinsames Ziel ist es, Gewalt zu beenden, Opfer zu schützen und Wiederholungen zu verhindern.

Während ihres Besuchs nahm Königin Mathilde an einer Gesprächsrunde teil und ließ sich anschließend von weiteren Beteiligten ausführlicher über die Arbeitsweise informieren. Dabei wurde erläutert, dass der Limburger Ansatz als Vorbild für andere Landesteile dienen könnte.

Innerhalb der Staatsanwaltschaft Limburg ist die Abteilung M plus unter anderem für innerfamiliäre Gewalt, Sexualdelikte, Nachstellung sowie weitere häufig vorkommende und gesellschaftlich sensible Straftaten zuständig.

Die Limburger Polizeizonen und Hilfsdienste setzen auf einen multidisziplinären Ansatz, bei dem Schwere der Taten, Risikofaktoren und Vorgeschichte berücksichtigt werden. Wenn möglich, kommen zunächst Verwarnungen, Auflagen oder ein zeitweiliges Hausverbot zum Einsatz. Bei Bedarf folgen Schnellverfahren oder die Vorlage beim Untersuchungsrichter. Ziel ist es dabei, Eskalation und Rückfälle zu vermeiden und die Sicherheit aller Beteiligten zu erhöhen. Besondere Aufmerksamkeit gilt minderjährigen Kindern; gegebenenfalls wird dabei die Jugendhilfe eingeschaltet.

Im Jahr 2025 erhielten 1.799 Personen ein Betreuungsangebot des Opferbetreuungsdienstes in den Justizhäusern von Tongeren und Hasselt, wie Zahlen der Agentur Justitie en Handhaving zeigen. Damit wurde das hohe Niveau von 2024 mit 1.800 registrierten Fällen nahezu erreicht.

Im Vergleich zu 2020 ist die Zahl der Dossiers um fast 80 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg wird vor allem auf die personelle Verstärkung des Opferbetreuungsdienstes, ein gestiegenes Bewusstsein für Opfer innerhalb der Justiz sowie klare Absprachen zur Weiterleitung an die Abteilung M plus zurückgeführt. (belga/jj)

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