Der Standort, an dem unter anderem Stahl-Coils hergestellt werden, läuft seit Monaten nur noch im gedrosselten Betrieb. Das Werk leidet besonders unter der starken Konkurrenz aus Asien sowie unter der Abkühlung im Bausektor, der ein wichtiger Abnehmer für Stahlprodukte ist.
Bereits im vergangenen Februar hatte das Unternehmen die Genehmigung erhalten, für die Dauer eines Jahres das System der Kurzarbeit zu nutzen. Konkret bedeutete das für viele Beschäftigte im Heißbereich: 18 Wochen Zwangsarbeitslosigkeit, gefolgt von nur einer Arbeitswoche – ein Rhythmus, der die wirtschaftliche Lage des Standorts deutlich widerspiegelt.
Anfang 2025 beschäftigte Thy-Marcinelle knapp 500 Mitarbeiter. In den vergangenen Monaten ist diese Zahl jedoch bereits weiter gesunken, nachdem mehrere Beschäftigte das Unternehmen aufgrund der unsicheren Zukunftslage verlassen hatten.
Die Gewerkschaften haben für Montag eine Personalversammlung angekündigt, bei der die Belegschaft über die nächsten Schritte und mögliche Reaktionen auf die angekündigten Entlassungen informiert werden soll. (belga/calü)

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