Van der Straeten tritt ihr neues Amt am 2. Februar an. Gleichzeitig legt sie ihr Mandat im föderalen Parlament nieder. „Ich bekomme eine andere Rolle – aber die Agenda bleibt dieselbe“, erklärte sie zu ihrem Wechsel. In der Abgeordnetenkammer soll sie voraussichtlich von der Ecolo-Politikerin Claire Hugon ersetzt werden, da Van der Straeten bei der Wahl auf einer gemeinsamen Liste von Groen und Ecolo kandidiert hatte.
Bei WindEurope folgt sie auf Giles Dickson, der die Organisation zehn Jahre lang geführt hat. WindEurope versteht sich als Sprachrohr der europäischen Windenergiebranche und zählt nach eigenen Angaben mehr als 600 Mitgliedsorganisationen und Unternehmen – darunter internationale Konzerne wie Engie und Vestas, aber auch belgische Schwergewichte wie DEME und Jan De Nul. Der Verband bezeichnet sich selbst als das weltweit „größte und einflussreichste Netzwerk für Windenergie“.
Für Van der Straeten ist der neue Aufgabenbereich kein Neuland. Zwischen 2020 und 2025 war sie Energieministerin in der Regierung De Croo und profilierte sich in dieser Zeit als engagierte Befürworterin der erneuerbaren Energien – insbesondere der Windkraft.
Sie übernimmt die Leitung von WindEurope nach eigenen Worten zu einem „entscheidenden Zeitpunkt“. „Windenergie als Rückgrat ist der beste Weg, um in diesen geopolitisch instabilen Zeiten widerstandsfähig und energieunabhängig zu sein“, betonte sie.
Der Abschied aus der Kammer fällt ihr nicht leicht. „Ich habe diese Arbeit sehr gerne gemacht. Aber ich war immer von Energiefragen angetrieben – dort liegt mein Herz“, erklärte Van der Straeten abschließend. (belga/calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren