Dakar Rallye: Titelverteidiger Al-Rajhi steigt aus – Belgier De Mévius hat Probleme

<p>Für Titelverteidiger Al-Rajhi ist Schluss bei der Dakar.</p>
Für Titelverteidiger Al-Rajhi ist Schluss bei der Dakar. | Foto: Photo News

Al-Rajhi musste auf der vierten Etappe des Wüstenklassikers in Saudi-Arabien weitere Zeitverluste durch drei Reifenschäden hinnehmen und entschied daraufhin, die Rallye nach der Neutralisation nicht wieder aufzunehmen.

Bestärkt wurden Al-Rajhi und sein Beifahrer Timo Gottschalk in ihrer Entscheidung durch gesundheitliche Restrisiken, die seit einer Verletzungspause in der vergangenen Saison bestehen. „Die Rallye Dakar ist nicht so verlaufen, wie wir uns erhofft hatten und auch das Unternehmen Titelverteidigung ist in weite Ferne gerückt“, sagte Gottschalk: „Vor diesem Hintergrund macht es mehr Sinn, die vollständige Genesung der Rückenverletzungen vom Vorjahr keinem Risiko auszusetzen und mit kommenden Rallyes wieder voll und ganz anzugreifen.“

Bei der Baja Jordanien 2025 hatten sich Al-Rajhi und Gottschalk bei einem Unfall jeweils Wirbelbrüche zugezogen, deren Heilung in unterschiedlichen Geschwindigkeiten verlief. Bei der Dakar war dennoch die erfolgreiche Titelverteidigung das Ziel gewesen. Dieses war nach herben Zeitverlusten im Rennverlauf in weite Ferne gerückt.

<p>Guillaume De Mévius startete gut, hatte dann aber erneut Schwierigkeiten.</p>
Guillaume De Mévius startete gut, hatte dann aber erneut Schwierigkeiten. | Foto: Photo News

Nach einem schweren Dienstag startete Guillaume De Mévius ordentlich in die 451 Kilometer lange Etappe. Nach 122 Kilometern lag der Belgier auf einem starken siebten Zwischenrang. Kurz darauf schlug das Pech erneut zu: Ein mechanisches Problem zwang ihn zu einer ungeplanten Pause. Nach 162 Kilometern wurde er nur noch auf Rang 70 geführt – mit einem Rückstand von 1:50:28 Stunden auf den Südafrikaner Henk Lategan (Toyota Hilux), der sich immer mehr als Topfavorit auf den Tagessieg herauskristallisiert.

Die Teilnehmer verbringen die Nacht in einem Biwak, in dem ihnen von der Organisation lediglich das absolute Minimum zur Verfügung gestellt wird: Wasser, eine Verpflegungsration, Zelt, Matratze und Schlafsack. Jegliche externe Hilfe ist strikt untersagt – keine guten Nachrichten für De Mévius, dessen Fahrzeug bereits am Mittwoch Probleme macht.

Am Donnerstag steht der zweite Teil der Marathonetappe auf dem Programm. Dann wartet auf die Teams eine 372-Kilometer-Fahrt in Richtung Hail. (mn)

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