Im CHR Verviers wurden am 5. Januar insgesamt 36 Grippepatienten behandelt, vier davon auf der Intensivstation. Damit war rund ein Viertel der verfügbaren Intensivbetten belegt. „Das ist viel für unseren Dienst. Deshalb wurde beschlossen, auf Code Orange zu wechseln“, erklärte Kommunikationsverantwortliche Laurie-Anne Barla.
Für ambulante Patienten und Begleitpersonen gilt nun eine Maskenpflicht bei Kontakt mit Pflegepersonal und anderen Patienten, auch in Wartebereichen. Besucher müssen ebenfalls einen Mundschutz tragen, sofern ihre Anwesenheit am Krankenbett notwendig ist. Infektiologin Christelle Meuris ruft zur Vorsicht auf. Ziel sei es, Ansteckungen während eines Krankenhausaufenthalts zu vermeiden. Wer Krankheitssymptome zeige, solle auf Besuche verzichten.
Der deutliche Anstieg der Fallzahlen sei vermutlich auf die Feiertage zurückzuführen. Nach den Festtagen komme es durch viele Kontakte und eine starke Durchmischung der Generationen zu erhöhten Infektionsrisiken. Deshalb werde das Maß an Wachsamkeit erhöht, auch um Ansteckungen innerhalb des Krankenhauses möglichst zu verhindern. Hinzu komme die angespannte Personalsituation, da eine echte Grippe Mitarbeitende für mehrere Tage außer Gefecht setzen könne. Auch im CHC Heusy sind die Zahlen seit rund zehn Tagen steigend. Dort waren zuletzt 15 Patienten mit Grippe oder respiratorischen Symptomen hospitalisiert.
In der Klinik in Malmedy ist die Auslastung ebenfalls hoch, allerdings nicht vorrangig wegen Grippe. Dort werden mehrere Grippe und Covid-Fälle behandelt. Die Notaufnahmen sind zudem stark frequentiert, vor allem wegen Stürzen auf glatten Wegen und beim Wintersport. (red/mo)

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