Belgien verzichtet auf eigene Paketsteuer – EU führt 3-Euro-Abgabe ein
Steuer
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Die geplante belgische Steuer von 2 Euro auf kleine Paketsendungen aus Nicht-EU-Ländern wird doch nicht eingeführt. Stattdessen wird Belgien ab Juli eine europäische Abgabe von 3 Euro je Paket anwenden, auf die sich die EU-Finanzminister Anfang Dezember geeinigt haben.
Ab Juli soll eine EU-weit einheitliche Abgabe von 3 Euro pro Sendung aus Nicht-EU-Ländern gelten.
| Foto: belga
Ende November hatte die Föderalregierung im Rahmen des Haushaltsabkommens beschlossen, eine nationale Paketsteuer einzuführen. Ziel war es, auf die große Menge billiger Importe aus China und anderen Drittstaaten zu reagieren. Die Qualität dieser Produkte sei nicht immer gewährleistet, eine flächendeckende Kontrolle jedoch kaum möglich, hieß es damals zur Begründung.
Am 11. Dezember beschlossen die EU-Finanzminister schließlich eine unionsweit einheitliche Abgabe von 3 Euro pro Paket – allerdings erst ab Juli 2026. Das Finanzministerium von Jan Jambon (N-VA) ündigte daraufhin an, die Auswirkungen auf Belgien zu prüfen.
Inzwischen steht fest: Belgien verzichtet auf eine eigene, zeitlich begrenzte Steuerlösung. Eine nationale Regelung nur für wenige Monate lohne sich nicht, bestätigte das Kabinett Jambon am Mittwoch. Stattdessen wird direkt auf das europäische System umgestellt, sobald dieses greift. (belga/rt)
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