Grundlage der Studie sind Risikoanalysen bei mehr als 6.300 Arbeitnehmern, die täglich mit einem Computer oder einem anderen Bildschirm arbeiten. Laut Attentia berichten neun von zehn Beschäftigten über körperliche Beschwerden – sowohl im Büro (91 Prozent) als auch beim Arbeiten von zu Hause aus (87 Prozent).
Besonders häufig betroffen ist der Nacken: 70 Prozent der Befragten klagen dort über Schmerzen. Es folgen Kopfschmerzen (65 Prozent) und Beschwerden im unteren Rücken (64 Prozent). Auch Schultern (55 Prozent) und oberer Rücken (51 Prozent) zählen zu den häufig genannten Problemzonen.
„Beschwerden an der Wirbelsäule, etwa Rücken- oder Nackenschmerzen, sind typisch für Menschen, die zu lange sitzen“, erklärt Dorien van Limbergen, Präventionsberaterin und Ergonomin bei Attentia. Viele Beschäftigte würden sich in ihre Bildschirmarbeit vertiefen und dabei das Bewusstsein für ihre Körperhaltung verlieren. „Dadurch entsteht ein hoher Druck auf die Gelenke im Nacken- und Lendenbereich“, so van Limbergen. Bleiben Gegenmaßnahmen aus, könnten zunächst vorübergehende Beschwerden langfristig chronisch werden.
Attentia weist zudem darauf hin, dass es in vielen Unternehmen noch an Wissen und konsequenter Nutzung ergonomischer Arbeitsmittel mangelt. Dazu zählen etwa geeignete Bürostühle, höhenverstellbare Tische oder ergonomisches Computerzubehör. „Dabei ist es entscheidend, jeden einzelnen Arbeitsplatz individuell und richtig einzustellen“, betont van Limbergen. (belga/calü)

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