Am 13. April 2029 wird der 375 Meter breite Asteroid Apophis in einer Entfernung von etwa 32.000 km an der Erde vorbeifliegen. Das Gesteinsobjekt wird dann für einige Stunden mit bloßem Auge von Europa und Afrika aus sichtbar sein, was laut Spacebel nur einmal pro Jahrtausend vorkommt. Dieser Vorbeiflug bietet daher eine einmalige Gelegenheit, in Echtzeit zu untersuchen, wie ein erdnaher Asteroid auf eine starke Gravitationskraft reagiert.
Der Start des Raumschiffs Ramses wird im Laufe des Jahres 2028 erfolgen, um einige Monate vor dem Vorbeiflug bei Apophis anzukommen, sodass es vor, während und nach der Begegnung beobachtet werden kann.
Das Raumfahrzeug wird mehrere wissenschaftliche Instrumente mitführen und zwei kleine kubische Satelliten (mit einem Gewicht von weniger als 1,3 kg) ausbringen, um den Asteroiden aus nächster Nähe zu untersuchen und den wissenschaftlichen Ertrag der Mission zu maximieren.
Dies gibt Wissenschaftlern die Möglichkeit, sehr detaillierte Informationen über die Struktur, Zusammensetzung, Flugbahn und Rotation des Asteroiden als Reaktion auf äußere Kräfte zu erhalten. Diese Informationen sind auch für die Verfeinerung von Strategien zum Schutz der Erde im Falle einer zukünftigen Bedrohung durch ein erdnahes Objekt von entscheidender Bedeutung.
In diesem Zusammenhang ist Spacebel für die Konzeption und Entwicklung der zentralen Software von Ramses verantwortlich. Diese Flugsoftware, die auf dem Bordcomputer läuft, gewährleistet die Echtzeitfunktionen des Hauptraumfahrzeugs, insbesondere die Steuerung und Kontrolle der Subsysteme, Ausrüstungen und Instrumente an Bord, wie der Kamera, die sowohl für die Beobachtung als auch für die Navigation verwendet wird, erklärt das belgische Unternehmen. Sie verwaltet die Betriebsanweisungen und Messungen an Bord und setzt die Algorithmen zur Steuerung und Verarbeitung der wissenschaftlichen Daten um.
Sie gewährleistet außerdem die bidirektionale Kommunikation zwischen dem Hauptraumschiff und den beiden Satelliten sowie zwischen dem Hauptraumschiff und der Erde.
Spacebel beschäftigt 110 Mitarbeiter in Belgien (Lüttich und Hoeilaart) und Frankreich (Toulouse), darunter den Ostbelgier Mike Margreve, der die Bordsoftware für die ESA-Mission Proba-3 zum besseren Verständnis der Sonne geschrieben hat. (belga/ab)

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