Carrefour und Gewerkschaften einigen sich auf Sonntagsöffnung

<p>Carrefour und Gewerkschaften einigen sich auf Sonntagsöffnung ab Januar.</p>
Carrefour und Gewerkschaften einigen sich auf Sonntagsöffnung ab Januar. | Foto: belga

Ab dem 18. Januar werden die 40 Hypermärkte und 43 integrierten Market-Supermärkte von Carrefour Belgien sonntags öffnen. Rund 600 Franchise-Filialen nutzten diese Möglichkeit bereits.

Laut Wouter Parmentier von ACV Puls, dem flämischen Pendant der CNE, wird das bestehende Personal sonntags auf freiwilliger Basis eingesetzt – mit einem Lohnzuschlag von 50 Prozent.

Carrefour Belgien sieht in der Maßnahme einen Beitrag zur positiven Entwicklung der vergangenen Jahre: steigende Umsätze, höhere Kundenzufriedenheit und eine Rückkehr zur Rentabilität. Die erweiterten Öffnungszeiten am Sonntag stärkten die Position der Kette im Wettbewerbsumfeld, ohne die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu verschlechtern, heißt es in einer Mitteilung.

Neben der Sonntagsöffnung sollen auch die Verträge angepasst werden: Mitarbeitende, die bislang weniger Stunden hatten, erhalten künftig 28-Stunden-Verträge. Die Essensgutscheine werden ab März 2026 um 1,50 Euro erhöht, zudem werden feste Freizeitmomente eingeführt – als Ausgleich für die erwartete Flexibilität.

Der SETCa-BBTK betont jedoch, dass es sich trotz der Notwendigkeit nicht um ein „gutes Abkommen“ handle. Ohne sektorweites Übereinkommen zur Begrenzung unfairen Wettbewerbs und zur Harmonisierung der paritätischen Kommissionen bleibe ein strukturelles Problem bestehen. Immerhin entferne dieses Abkommen „den Schatten eines Verkaufs von Carrefour Belgien“, so die Gewerkschaft.

Zu Beginn der Woche war berichtet worden, die Kette erwäge einen Rückzug aus Belgien. Laut Gewerkschaften habe die Unternehmensleitung dies entschieden zurückgewiesen.

„Wir erhalten morgen den endgültigen Text. Wenn alles, was hier mündlich zugesichert wurde, schriftlich bestätigt wird, können wir von einem Abkommen sprechen“, erklärte Parmentier. (belga/rt)

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