Bei der Einweihung der Filiale in der Brüsseler Rue Haute zeigte sich auch Föderalminister Jan Jambon (N-VA), der dem Projekt symbolische Rückendeckung gab.
Die „bbox boutique“ versteht sich als zentraler Hub für alle Paketdienste von Bpost: An einem gut zugänglichen Ort sind rund 300 Schließfächer installiert. Die Standorte sind täglich von 6 bis 21 Uhr frei zugänglich. Außerhalb dieser Zeiten können Nutzer ihre Sendungen über einen QR-Code abholen. Die Anlagen sind laut Bpost rund um die Uhr überwacht und werden täglich gereinigt.

Das neue Konzept soll Bpost ermöglichen, neue Services zu testen und schrittweise auszubauen – und zwar speziell für Bewohner, Passanten, Einzelhändler, E-Commerce-Anbieter und Kommunen.
Die Nutzungsmöglichkeiten gehen dabei über klassische Paketabholung hinaus: So können Passanten nicht nur Sendungen empfangen oder verschicken, sondern Onlinehändler können das Angebot als stationären Verkaufspunkt nutzen, um Produkte direkt vor Ort anzubieten.

Außerdem lassen sich über die „bbox boutiques“ Gegenstände von Privatpersonen ohne Etikett und Verpackung versenden – locker ausgegeben von Schließfach zu Schließfach.
Auch die kurzfristige Vermietung von Fächern ist geplant, etwa als private Schließfächer für Anwohner oder Touristen.
Für lokale Geschäftsinhaber bieten die Schließfächer ein zusätzliches Instrument: Sie können als „Click & Collect“-Lösung dienen – Kunden holen ihre Ware ab, wann es ihnen passt, auch außerhalb der Öffnungszeiten.
Mit dem neuen Konzept reagiert Bpost auf den anhaltenden Boom im Onlinehandel und den steigenden Druck auf die städtische Logistik. Ob „bbox boutique“ sich durchsetzen kann, wird sich in den kommenden Monaten zeigen – das Unternehmen will testen, was funktioniert und was nicht.

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