Höchster Novemberwert aller Zeiten: Firmenpleiten in Belgien steigen massiv

<p>Belgien meldet historischen Höchststand an Insolvenzen im November.</p>
Belgien meldet historischen Höchststand an Insolvenzen im November. | Foto: picture alliance/dpa

Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg um 15 Prozent. Ein Grund für diesen Sprung: Die Herbstferien fielen in den Oktober, sodass die Unternehmensgerichte im November an deutlich mehr Tagen tagten – und folglich auch mehr Insolvenzverfahren abschließen konnten.

Von Januar bis November mussten bereits 10.583 Unternehmen aufgeben – der zweithöchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen, übertroffen nur 2013. Besonders dramatisch ist die Lage in Flandern, wo in den ersten elf Monaten 5.993 Firmen Konkurs anmeldeten – ein neuer Rekord. Durch die Pleitewelle standen insgesamt 23.453 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Bau, Immobilien, Transport: Branchen steuern auf Rekordjahr zu

Laut GraydonCreditsafe gehören das Baugewerbe, die Immobilienbranche und der Transportsektor zu den am stärksten betroffenen Bereichen. Vor allem im Bau zeichnet sich ein besorgniserregender Trend ab.

„Wir registrieren seit über zwei Jahren ein Rekordhoch nach dem anderen“, heißt es in dem Bericht. In den ersten elf Monaten des Jahres gingen 2.465 Bauunternehmen pleite – 7,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zwar sank die Zahl der bedrohten Jobs auf 3.007, doch das zeigt laut GraydonCreditsafe, dass es vor allem kleinere Betriebe trifft. (belga/calü)

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