Besagter Gemeindeweg liegt zwar auf dem Territorium der Gemeinde Bütgenbach, wird aber hauptsächlich als Zufahrtsweg der dort angesiedelten Unternehmen La Fagnarde und Daniel Stoffels (Sourbrodt) genutzt. Als solcher ist er in einem sehr schlechten Zustand und wird den Anforderungen nicht mehr gerecht.
Am Dienstagabend erklärte der Weismeser Bürgermeister Eugène Wansart (VC) im Gemeinderat, dass sich die Gemeinde Weismes an den Kosten der Instandsetzung beteiligen wird. Hierzu werde man der Gemeinde Bütgenbach einen Zuschuss von 250.000 Euro (80 Prozent der geschätzten Gesamtkosten) zukommen lassen.
„Andererseits können wir uns normalerweise nicht an Straßenbauarbeiten außerhalb unseres Gemeindegebietes beteiligen“, fügte Schöffe Olivier Defêchereux (VC) hinzu. „Daher erwägen wir, die Straße in das Gebiet der Gemeinde Weismes einzugliedern und einen Geländetausch mit Bütgenbach vorzunehmen.“ Allerdings sei dieses Vorhaben nur sehr schwer umsetzbar, da die Grundstückgrenze nicht nur eine Gemeinde- sondern auch Gemeinschaftsgrenze sei.
Bütgenbachs Bürgermeister Daniel Franzen bestätigt auf Nachfrage den Sachverhalt. „Wir freuen uns, dass die Gemeinde Weismes bereit ist, unser diesbezügliches Angebot anzunehmen. Eine Grenzverschiebung ist nur unter Einbeziehung der föderalen Ebene möglich und wird vermutlich Jahre in Anspruch nehmen. So lange möchten wir die genannten Unternehmen und weitere, die sich dort niederlassen möchten, aber nicht warten lassen.“
Gleichzeitig musste der Tatsache Rechnung getragen werden, dass die Gemeinden unterschiedliche Anforderungen an den Weg haben. „Daher unser Vorschlag, dass die Gemeinde Weismes jetzt den größten Teil der Ausbaukosten übernimmt und wir später einen Geländeaustausch ohne Wertausgleich vornehmen.“ (chris/arco)

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