Die Branche hatte deutlich gemacht, wie wichtig ein europaweit anerkannter Schutz vor Nachahmungen ist. „Der Blaustein ist ein Stück Identität – für die Wallonie, aber auch für unser ostbelgisches Bau- und Handwerk. Dass er ausdrücklich genannt wurde, zeigt, wie konkret dieser neue Schutzmechanismus wirken kann. Für mich ist das nicht nur ein technisches Dekret, sondern ein Instrument, das Produzenten hier vor Ort stärkt“, sagt Christine Mauel.
Jeholet erläuterte, die Regionen seien zuständig für regionale und lokale Herkunftsbezeichnungen, während der Föderalstaat für nationale Bezeichnungen verantwortlich bleibe. Die Schutzmechanismen gälten föderal, auch wenn die Anerkennung regional erfolge. Ein Protokoll zwischen Föderalstaat und Regionen soll grenzüberschreitende Fälle regeln. Bei der Frage, welche Produkte profitieren könnten, habe sich der Minister zurückhaltend gezeigt, jedoch realistische Kandidaten wie Blaustein und weitere traditionelle Natursteine genannt. Zum Vergleich: Bei Lebensmitteln sind derzeit rund zehn Bezeichnungen geschützt. Das Dekret setze zudem auf administrative Vereinfachung – mit klar definierten Schritten, einem gemeinsamen Lastenheft und einem unkomplizierten System der Selbsterklärung für Produzenten. „Für kleine und mittlere Betriebe – gerade in Ostbelgien – muss der Zugang unkompliziert bleiben. Schutz ja, Bürokratie nein“, so Christine Mauel. (red/sc)

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