Sämtliche Inhalte – also auch jene Beiträge, die normalerweise nur Abonnentinnen und Abonnenten vorbehalten sind – stehen dann frei zur Verfügung. Auch die Verlagsgruppe Rossel, zu der das GrenzEcho gehört, beteiligt sich an der Aktion. Auf grenzecho.net und in der App sind alle Inhalte am Freitag ab 5 Uhr morgens bis Mitternacht kostenlos abrufbar.
Die Initiative geht von La Presse.be aus, dem Verband der französisch- und deutschsprachigen Tageszeitungsverlage. Ziel ist es, den Mehrwert professionell recherchierter Informationen sichtbar zu machen – in einer Zeit, in der die Nachrichtenflut zwar wächst, aber nicht zwingend verlässlicher wird.
„Überzeugt von der grundlegenden Rolle einer freien Presse in der Demokratie haben die Mitgliedsverlage beschlossen, für 24 Stunden den Zugang zu allen Inhalten zu öffnen“, heißt es dazu in einer Mitteilung der Organisation. Die Aktion ist branchenweit bewusst solidarisch angelegt.
Im Mittelpunkt steht der Anspruch, journalistische Arbeit sichtbar zu machen: tägliche Recherche, unabhängige Einordnung und die Vermittlung geprüfter Fakten. In Zeiten von „Fake News“, Desinformationskampagnen und einem von sozialen Netzwerken verstärkten Meinungslärm soll die Aktion daran erinnern, warum Qualitätsjournalismus für eine Demokratie unverzichtbar ist. Die steigende Leistungsfähigkeit von KI-Systemen verschärft die Herausforderungen zusätzlich.
Zugleich möchten die Verlage zeigen, welchen Wert ihre kostenpflichtigen Inhalte haben. Rund 1.500 Journalistinnen und Journalisten arbeiten in der französisch- und deutschsprachigen Tagespresse, fest angestellt oder freiberuflich. Sie veröffentlichen täglich mehr als 1.000 Artikel in sieben Titeln und erreichen – in Print und online – nach Angaben von La Presse.be rund 2,5 Millionen Leserinnen und Leser pro Tag.

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