Nach Vogelgrippefall in Welkenraedt: Mauel und Spies fordern klare Infos und schnelle Hilfe

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In Welkenraedt hatte es den Vogelgrippe-Fall gegeben. | Foto: belga

Christine Mauel betonte in der Landwirtschaftskommission, die Bevölkerung müsse „genau wissen, welche Vorsichtsmaßnahmen gelten und an wen sie sich wenden kann“. Viele hielten Geflügel als Hobby oder zur Selbstversorgung.

Nach Angaben von Landwirtschaftsministerin Anne-Catherine Dalcq (MR) gilt rund um betroffene Betriebe eine Überwachungszone im Radius von zehn Kilometern: Innerhalb von drei Kilometern müssen alle Vögel eingestallt werden, im weiteren Umkreis ist das Geflügel von Wildvögeln zu trennen. Mauel forderte, stärker auf die Pflicht hinzuweisen, tote Wildvögel beim Département Nature et Forêt (DNF) zu melden – ein Punkt, der ihrer Ansicht nach in der öffentlichen Kommunikation bisher zu kurz gekommen sei. „Mit einfachen Vorsichtsmaßnahmen, schneller Meldung und Zusammenarbeit aller Akteure können wir die Situation unter Kontrolle halten“, so Mauel.

Auch Patrick Spies drängt auf klare Zuständigkeiten und praktische Hilfe für betroffene Landwirte. Er erkundigte sich bei Ministerin Dalcq nach Entschädigungen, Hygienemaßnahmen und der Zusammenarbeit zwischen den Behörden. Seit dem 23. Oktober gilt für professionelle Geflügelhaltungen landesweit eine Stallpflicht. „Diese Situation verlangt mehr denn je Klarheit, Koordination und eine zielgerichtete Unterstützung der Betroffenen“, erklärte Spies. Die Geflügelhalter hätten bereits mehrere Krisen durchlebt – jetzt brauche es schnelle finanzielle und organisatorische Hilfe. Zudem mahnte der Abgeordnete eine bessere Kommunikation zwischen Föderalstaat, Region und Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (Fasnk/Afsca) an. „Die Bewältigung der Vogelgrippe ist nicht nur eine Frage der Biosicherheit, sondern auch eine soziale und wirtschaftliche Herausforderung für die landwirtschaftlichen Familienbetriebe“, betonte Spies. Beide ostbelgischen Abgeordneten fordern also dasselbe Ziel: keine Panik, aber klare Informationen, wirksame Prävention und eine koordinierte Unterstützung der Betroffenen. (red/sc)

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