2021 registrierte die Polizei etwas mehr als 19.000 Ladendiebstähle, 2022 waren es 23.337. 2023 stieg die Zahl auf 24.870 und fiel 2024 nur leicht auf 24.107 zurück.
Laut SNI hat sich Ladendiebstahl von vereinzelten kleineren Delikten zu einem zunehmend organisierten Phänomen entwickelt, das Geschäfte sowohl finanziell als auch psychologisch belastet. Der wirtschaftliche Schaden könne bis zu einem Prozent des Umsatzes ausmachen, was bei kleineren Betrieben die Hälfte des Nettogewinns kosten kann.
Der Verband kritisiert zudem das derzeitige System der sofortigen Geldbußen. Diese fließen vollständig an den Staat und bieten den betroffenen Geschäften keine Entschädigung. Das SNI fordert daher die Einführung des niederländischen Modells: Dort zieht eine spezialisierte Stelle eine pauschale Entschädigung ein und zahlt einen Teil direkt an das geschädigte Geschäft aus. Auf diese Weise werde laut Verband in 80 Prozent der Fälle tatsächlich gezahlt und die Zahl der Diebstähle sinke. (belga/rt)

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