Neues Gefängnis in Vresse-sur-Semois: Bauvertrag unterzeichnet

<p>Justizministerin Annelies Verlinden (l)und Ministerin Vanessa Matz</p>
Justizministerin Annelies Verlinden (l)und Ministerin Vanessa Matz | Foto: belga

Die Bauarbeiten sollen in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 beginnen, sobald die erforderlichen Genehmigungen vorliegen. Die Inbetriebnahme ist für 2029 vorgesehen. Das Gefängnis entsteht auf einem 7,2 Hektar großen Teilgelände der ehemaligen NATO-Basis in Sugny (Provinz Namur) und wird 312 Haftplätze bieten. Geplant sind Bereiche mit mittlerer und niedriger Sicherheitsstufe sowie ein integriertes Strafvollstreckungsgericht.

„Dieses Projekt ist Teil einer umfassenden Strategie: Wir wollen die Haftkapazitäten erhöhen, veraltete Einrichtungen ersetzen und zugleich Würde, Sicherheit und Resozialisierung gewährleisten“, erklärte Ministerin Vanessa Matz. Die neue Einrichtung solle moderne, nachhaltige und beispielhafte Bedingungen schaffen – sowohl für Inhaftierte als auch für das Personal.

Auch Ministerin Verlinden wies auf die anhaltende strukturelle Überbelegung in belgischen Gefängnissen hin. Die neue Haftanstalt sei ein Baustein einer langfristigen Lösung. „Sanktionen müssen nicht nur ausgesprochen, sondern auch umgesetzt werden. Sonst steht die Glaubwürdigkeit des Rechtsstaates auf dem Spiel.“

Zum Konsortium gehören mehrere belgische Unternehmen, darunter Eiffage, Duchêne, Valens und Sodexo Belgium. Die Anlage wird als „Gefängnisdorf“ geplant, mit Schwerpunkt auf natürlichem Licht, nachhaltigen Materialien und differenzierten Haftregimen. (belga/rt)

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