Ferrara war am 27. Februar zusammen mit acht weiteren Verdächtigen in Eupen festgenommen worden, ein weiterer Mann wurde am selben Tag in Deutschland aufgegriffen. Die Gruppe soll laut Ermittlern geplant haben, ein sogenanntes „Centre fort“ – ein Depot, in dem Banken Bargeldreserven lagern – im deutschen Bochum zu überfallen. Unter den Festgenommenen befanden sich auch andere bekannte Figuren aus dem französischen Bandenmilieu, darunter Kader Doumbia und Walid Tarsim.
Die Festnahmen erfolgten im Rahmen einer gemeinsamen Ermittlungsoperation zwischen französischen und belgischen Behörden. Im Juni wurde entschieden, dass das Verfahren in Belgien geführt werden soll. Mehrere Verdächtige sitzen weiterhin in Untersuchungshaft.
Für Ferrara hatte die Anklagekammer in Brüssel am Montag die Freilassung gegen eine Kaution von 30.000 Euro angeordnet. Bevor er das Gefängnis verlassen konnte, ordnete jedoch ein Untersuchungsrichter in Tournai erneut seine Inhaftierung an – auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls aus Frankreich. Ferraras Anwalt legte Widerspruch ein, da sich dieser Haftbefehl auf dieselben Tatvorwürfe beziehe, die bereits in Belgien verfolgt werden.
Der Untersuchungsrichter in Tournai hat daraufhin entschieden, Ferrara freizulassen, wie sein Anwalt bestätigt. (belga/rt)

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