Flughafen-Ausbau sorgt für Streit – Gemeinde Awans legt erneut Beschwerde

<p>Ein Blick auf den Lütticher Flughafen</p>
Ein Blick auf den Lütticher Flughafen | Foto: Photo News

 „Wir sind nicht gegen die wirtschaftliche Entwicklung des Flughafens“, betont Bürgermeister Thibaud Smolders, „aber die drohenden Auswirkungen auf Awans und seine Dörfer sind zu gravierend.“

Der Einspruch stützt sich auf drei Hauptargumente. Erstens: die geplante Zunahme des Flugverkehrs. Das neue Genehmigungsverfahren sieht deutlich mehr Flugbewegungen vor – mit entsprechend größeren Lärmbelastungen für die Anwohner, insbesondere in Richtung Awans, erklärt Samuel De Toffol, Erster Schöffe. Zweitens: Die geplante Erschließung einer 84 Hektar großen Industriezone auf dem Gebiet von Awans. Die Gemeinde fordert hier konkrete Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung. Und drittens: Die Verkehrsanbindung. Awans lehnt den Bau einer Verbindungsstraße zwischen dem Flughafen und der Autobahn in Crisnée entschieden ab.

In letzterem Punkt scheint sich nun eine Wende abzuzeichnen: Eine Mobilitätsstudie des Büros Stratec kam zu dem Schluss, dass der Bau dieser Straße nicht notwendig sei. Der Lütticher Flughafen hat sich dieser Einschätzung angeschlossen. „Wenn der Flughafen an dieser Position festhält, gibt es keinen Grund mehr, warum die Wallonische Region das Projekt weiterverfolgen sollte“, so Bürgermeister Smolders. Awans hofft nun, dass dies den Weg für eine endgültige Aufgabe des Straßenprojekts ebnet.

Bereits in der Vergangenheit hatte Awans erfolgreich gegen Genehmigungen des Flughafens vor dem Staatsrat geklagt – wegen mangelnder Präzision in den Umweltverträglichkeitsstudien. (mcfly)

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