Mosaikschule Büllingen präsentiert „VerNETZT“ im Dorfsaal

<p>Die Büllinger Schüler proben seit mehreren Wochen für die Aufführungen.</p>
Die Büllinger Schüler proben seit mehreren Wochen für die Aufführungen. | Foto: privat

„VerNETZT“ wird dem Publikum die Begegnung mit einigen unverwechselbaren und – so wagen die Darsteller zu hoffen – unvergesslichen Charakteren bescheren.

Außerdem werden die Zuschauer mit etwas Glück unverhofft höchst ungewöhnliche E-Mails empfangen, die sie annehmen oder ablehnen dürfen. Sie werden Zeugen eines tänzerischen Tagtraums werden, Einblick in die Welt der Computerspiele nehmen können, eine Menge finsterer Gestalten bei ihrer Arbeit erblicken und stumme Beobachter der Geschehnisse in Online-Chats sein.

Die Schauspieler möchten die Zuschauer in die Niederungen des Alltags einer ganz normalen, komplett vernetzten WG des 21. Jahrhunderts entführen. In dieser WG sind höchst unterschiedliche Typen mit ihren Computern unter einem Dach vereint. Ein Fitnessfreak, ein Gamer, eine kaufsüchtige Tochter aus gutem Hause, eine Egoistin und ein an allem und vor allem an seiner eigenen Furcht vor Nähe leidender Hypochonder.

Sie alle sind moderne Menschen, die ganz selbstverständlich jeder für sich das Internet nutzen, um ihr Leben zu organisieren und zu bewältigen – nur um die gemeinsamen Dinge in der Wohnung mag sich niemand kümmern. Eigentlich eine unhaltbare Situation, findet schließlich auch Maria, jene WG-Bewohnerin, die alles zusammenhält. Mit großem Theater zieht sie aus. Die übrigen Bewohner beschließen, das freie Zimmer in einer Art Casting neu zu vergeben und haben keine Ahnung, dass Maria noch immer die Fäden in der Hand hält, dass sie noch so einiges mit ihren Mitbewohnern vorhat und sie sogar ihre triumphale Rückkehr plant.

Zentrales Thema des Theaterabends ist die Kommunikation zwischen Menschen mit Hilfe des Internets. Ihre Vielfältigkeit und Unterschiedlichkeit, ihre Chancen und Tücken, ihr Scheitern und ihr Gelingen bilden den Rahmen für die Ereignisse in dieser WG.

Und eines wird schnell klar: Der Verfasser des Stückes geht auf selbstverständliche, souveräne und unverkrampfte Weise mit dem für ihn schon lang alltäglichen Medium Internet um. Er will es keinesfalls verteufeln und schon gar nicht in ihm den Untergang der Zivilisation sehen – und macht sich gerade deshalb mit viel Vergnügen auch darüber lustig.

Die Aufführungen finden an folgenden Tagen im Dorfsaal von Büllingen statt: Samstag, 15. November, um 20 Uhr und Sonntag, 16. November, um 19 Uhr. Eintrittskarten im Vorverkauf gibt es bei den Kindern des fünften und sechsten Schuljahres der Mosaikschule Büllingen und im Frisiersalon Hair-Line. (red/ab)

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