Fahndungserfolg in Belgien: Polizei nimmt entflohenen Vergewaltiger nach drei Tagen fest

<p>Rutger Van den Brande wird als „sehr gefährlich“ eingestuft.</p>
Rutger Van den Brande wird als „sehr gefährlich“ eingestuft. | Foto: Polizei

Die Festnahme gelang dank der engen Zusammenarbeit von Staatsanwaltschaft sowie lokaler und föderaler Polizei. Grundlage war das Fahndungsfoto, das am Freitag von der föderalen Polizei veröffentlicht worden war.

Rutger Van den Brande, der bereits 2022 wegen versuchten Mordes, Vergewaltigung und Misshandlung für schuldig befunden worden war, befindet sich seitdem in psychiatrischer Verwahrung. Da er als nicht haftfähig gilt, wurde er nicht ins Gefängnis, sondern in eine psychiatrische Einrichtung in Gent eingewiesen.

Am Donnerstag hatte er eine Ausgehgenehmigung erhalten, um an einer Verhandlung in Antwerpen teilzunehmen. Thema war die Schadensersatzfrage gegenüber dem Opfer, einer Frau, die er 2020 schwer misshandelt und vergewaltigt hatte. Nach dem Gerichtstermin sollte er eigentlich zurück in die Einrichtung gebracht werden. Doch auf dem Parkplatz des Zentrums am Hurstweg nutzte er einen Moment der Unachtsamkeit, riss sich los und floh zu Fuß.

Seine Flucht löste bei der betroffenen Frau große Angst aus. Laut Medienberichten wurde sie an einen sicheren Ort gebracht. Die Staatsanwaltschaft stufte den Mann in ihrer Fahndung als „Gefahr für die körperliche Unversehrtheit Dritter“ ein.

Nach drei Tagen auf der Flucht klickten am Sonntagvormittag schließlich die Handschellen. (belga/calü)

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