Das sogenannte „Oncofreeze“-Verfahren kommt zum Einsatz, bevor eine intensive Therapie wie eine Chemotherapie oder Bestrahlung beginnt. Dabei werden Eizellen oder Samenzellen entnommen, eingefroren und für eine spätere Verwendung gelagert. So soll Betroffenen die Möglichkeit offenbleiben, nach einer überstandenen Krebserkrankung Kinder zu bekommen.
Seit 2017 wird das Verfahren in Belgien von der Krankenversicherung übernommen. 2020 nutzten bereits 556 Patientinnen und Patienten diese Möglichkeit – Tendenz steigend. Die Kosten für die Krankenkassen beliefen sich damals auf über 1,4 Millionen Euro.
Fachleute sehen im Oncofreeze einen wichtigen Fortschritt in der Krebsmedizin: Es gehe nicht nur um Heilung, sondern auch um Lebensqualität und Zukunftsperspektiven für die Betroffenen. (belga/calü)

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