Belgier konsumieren mehr Kokain als je zuvor

<p>Immer mehr Belgier greifen zu Kokain.</p>
Immer mehr Belgier greifen zu Kokain. | Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa

Demnach gaben rund 120.000 Belgierinnen und Belgier im Alter zwischen 15 und 64 Jahren an, Kokain genommen zu haben – 10.000 mehr als bei der letzten Erhebung 2018/2019. Das entspricht einem Anteil von 1,6 Prozent in dieser Altersgruppe.

Auffällig ist: Der Konsum zieht sich durch alle gesellschaftlichen Schichten. Am stärksten verbreitet ist er bei den 25- bis 34-Jährigen. Männer greifen deutlich häufiger zur Droge als Frauen: 2,7 Prozent der Männer berichteten von Kokainkonsum im letzten Jahr, bei den Frauen waren es 0,6 Prozent.

„Der Anteil liegt bei uns höher als im europäischen Durchschnitt“, erklärt Lies Gremeaux von Sciensano gegenüber dem flämischen Blatt. „Die Zahl der Nutzer war nie so hoch. Da die Bevölkerung seit der letzten Befragung gewachsen ist, sehen wir prozentual zwar eher eine Stabilisierung, aber ganz sicher keinen Rückgang.“

Warum Kokain so gefährlich ist

Kokain wirkt stimulierend auf das Gehirn, löst ein Gefühl von Energie, Euphorie und Aufregung aus. Nutzer verspüren weniger Hunger, Durst oder Müdigkeit und können Anstrengungen länger durchhalten. Doch die Wirkung hält im Schnitt nur rund 30 Minuten an. Das führt oft dazu, dass Konsumenten immer wieder nachlegen – ein Kreislauf, der schnell in die Abhängigkeit führt und den Körper auslaugt. (belga/calü)

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