Im Mittelpunkt der Reform steht die neue Vorteilskarte „Train+“. Wer sie besitzt, erhält 40 Prozent Ermäßigung auf Fahrkarten in den Randzeiten – also vor 6 Uhr, zwischen 9 und 16 Uhr sowie nach 18 Uhr – und am Wochenende. Die Karte kostet monatlich zwischen vier und sechs Euro oder jährlich zwischen 32 und 48 Euro. Für Inhaber bedeutet das: ein Einzelfahrschein wird nie teurer als 14 Euro. Junge Menschen unter 26, Senioren ab 65 Jahren und Personen mit Anspruch auf eine besondere soziale Unterstützungsbedürftigkeit (BIM) profitieren noch stärker – sie zahlen maximal 5,50 Euro pro Strecke.
Auch beim klassischen Einzelfahrschein ändert sich vieles: Künftig wird der Preis nach Kilometern berechnet, mit einer Obergrenze bei 120 Kilometern (bisher 150). Das bedeutet, dass besonders lange Reisen günstiger werden – bis zu 20 Prozent weniger. Der Höchstpreis sinkt von 26 Euro auf 20,90 Euro pro Strecke. Auf kurzen Distanzen ersetzt ein gestaffelter Rabatt die bisherigen Fixpreise.
Für Erwachsene zwischen 26 und 64 Jahren führt die SNCB außerdem einen neuen Rabatt von 30 Prozent ein. Wer sein Fahrrad mitnimmt, zahlt künftig drei Euro in den Randzeiten und am Wochenende, während in der Hauptverkehrszeit fünf Euro fällig werden.
Ganz neu ist auch das Angebot „Mini-Gruppen“: Kleine Reisegruppen zwischen vier und 14 Personen erhalten 40 Prozent Ermäßigung auf ihre Tickets. Im Gegenzug verschwinden einige bekannte Produkte wie das „Youth Ticket“, das Seniorenticket sowie Mehrfahrtenkarten wie „Youth Multi“, „Local Multi“ und „Standard Multi“. Sie bleiben aber bis zu ihrem Ablaufdatum gültig. (belga/calü)

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