Drei wallonische Provinzen unter den EU-Spitzenreitern beim Aufschwung

<p>Lüttich zählt laut EU-Bericht zu den dynamischsten Regionen Europas – auch Hennegau und Luxemburg verzeichnen positive Entwicklungen.</p>
Lüttich zählt laut EU-Bericht zu den dynamischsten Regionen Europas – auch Hennegau und Luxemburg verzeichnen positive Entwicklungen. | Foto: belga

Von den 244 untersuchten Regionen in der EU haben lediglich zehn diese durchweg positive Bewertung erzielt. Grundlage der Analyse sind sieben Kriterien: das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (2023 vs. 2022), die Arbeitslosenquote (2024 vs. 2023), der Anteil der armutsgefährdeten Personen, die Fähigkeit, unerwartete Ausgaben zu bewältigen, die Treibhausgasemissionen nach Sektoren, ein Verwundbarkeitsindex sowie der regionale Wettbewerbsindex.

Die Autoren des Berichts mahnen jedoch zur Vorsicht: Die Bewertung bezieht sich auf einen kurzen Beobachtungszeitraum, und die Intensität der Veränderungen wurde nicht berücksichtigt. Ob der positive Trend anhält, müsse in den kommenden Ausgaben des neuen Vergleichsinstruments überprüft werden.

Neben den drei wallonischen Provinzen erreichten nur noch sieben weitere Regionen – in Polen und Portugal – ebenfalls ein „7 von 7“-Ergebnis.

In Belgien schneiden auch die Region Brüssel-Hauptstadt und der Wallonisch-Brabant gut ab, sie erzielen 6 von 7 Punkten, liegen aber beim Arbeitslosenanteil im Minus. Mit 5 von 7 folgen die Provinzen Namur und Westflandern, mit 4 von 7 Antwerpen, Ostflandern und Flämisch-Brabant; das Schlusslicht bildet Limburg mit 3 von 7 Punkten.

Der Bericht weist darauf hin, dass die guten Ergebnisse der wallonischen Provinzen nicht direkt mit den EU-Kohäsionsfonds in Verbindung gebracht werden können – warnt jedoch vor einem Verlust der regionalen Verankerung, falls die EU-Mittel künftig stärker national verwaltet würden, wie es die Europäische Kommission im Haushaltsentwurf 2028–2034 vorschlägt. (belga/rt)

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