Lösung für Kleinkindbetreuung in Manderfeld gefunden

<p>Lösung für Kleinkindbetreuung in Manderfeld</p>
Lösung für Kleinkindbetreuung in Manderfeld | Foto: dpa

Die neue Struktur soll Anfang 2026 an den Start gehen. Damit wird laut Pressemitteilung „nicht nur ein nahtloser Übergang nach der Schließung der bisherigen Co-Initiative gewährleistet, sondern auch ein innovatives Modell geschaffen, das künftig als Beispiel für andere dezentrale Ortschaften dienen kann“.

Die ursprünglich für Ende des Jahres 2024 vorgesehene Schließung der Kinderbetreuungsstruktur in Manderfeld wurde im Sommer 2024 um ein weiteres Jahr - bis zum 31. Dezember 2025 – nach hinten verschoben. „Ausschlaggebend hierfür war die Wichtigkeit der Betreuungsstruktur für die betroffenen Familien unter besonderer Berücksichtigung der geografischen Lage des Standortes“, so die Ministerin. Parallel dazu wurde intensiv an einer alternativen Lösung gearbeitet: Am 1. April 2025 konnte in Büllingen ein neues Betreuungsangebot eröffnet werden, welches unter der Trägerschaft des ZKB steht. Zusätzlich bestehen in der Gemeinde Büllingen und der näheren Umgebung weitere Möglichkeiten der Betreuung – unter anderem durch selbstständige Kinderbetreuungsstrukturen.

Nach zahlreichen Gesprächen zwischen dem Kabinett der Ministerin und dem Büllinger Gemeindekollegium konnte nun eine Lösung für Manderfeld gefunden werden. Ab dem Jahr 2026 soll die neue Struktur eine bedarfsgerechte Betreuung an vier Tagen pro Woche (mit jeweils neun Stunden Betreuung täglich) ermöglichen. Die Betreuung erfolgt durch qualifiziertes Betreuungspersonal des ZKB, das im Arbeitnehmerstatut des ZKB bis zu sechs Kleinkinder gleichzeitig betreuen kann.

Die Gemeinde Büllingen stellt dem ZKB dafür kostenlos passende Räumlichkeiten zur Verfügung und übernimmt zudem die Nebenkosten für Strom, Heizung und Wasser. Der angemietete Standort ist die bisherige Heimat der Co-Initiative „Treesche Krabbelmäuse“. Für Kindergarten- und Schulkinder steht zudem weiterhin die außerschulische Betreuung in Manderfeld zur Verfügung. „Wir möchten die Attraktivität unserer Dörfer aufrechterhalten und verbessern. Wäre die Kleinkindbetreuung in Manderfeld ersatzlos gestrichen worden, dann wäre dies das glatte Gegenteil unseres Ziels gewesen“, so Bürgermeister Rainer Stoffels.

Sandra Josten ergänzt: „Kurz nach unserem Amtsantritt im Dezember haben wir das Dossier aufgegriffen. Wir wollten unbedingt eine Lösung und sind jetzt natürlich erleichtert, dass diese gefunden wurde. Besonders hervorheben möchte ich dabei den außergewöhnlich konstruktiven Dialog mit den Eltern und die Offenheit vieler Manderfelder Akteure, um im Sinne der Zukunft des Manderfelder Landes eine passende Lösung für alle zu finden. Auch wenn es vielen Beteiligten die letzten Monate zahlreiches Kopfzerbrechen bereitet hat, es war auch ein spannender und guter Prozess, bei dem alle an einem Strang gezogen haben. Dafür möchten wir uns bei allen bedanken, die sich darin eingebracht haben. So macht politische Gestaltung Freude.“

Ministerin Lydia Klinkenberg bestätigt: „Ich freue mich sehr, dass wir mit dieser neuen Struktur ein nachhaltiges und innovatives Modell für Manderfeld schaffen konnten. Es war mir von Anfang an ein wichtiges Anliegen, eine Lösung zu finden, die den Eltern vor Ort gerecht wird und gleichzeitig Perspektiven für Gemeinden bietet, die zielorientiert einem lokalen Bedarf an Kleinkindbetreuung nachkommen möchten.“

Ende Oktober wird der neue Standort in Manderfeld im Online-Portal zur Kinderbetreuung (www.meinekinderbetreuung.be) abrufbar sein. Hierüber werden alle Eltern über die im Portal hinterlegte E-Mail-Adresse informiert werden. (red/ab)

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