Die Eisenbahngesellschaft startet Mitte Oktober die größte Tarifreform seit drei Jahrzehnten. Ziel ist es, mehr Menschen zum Umstieg auf den Zug zu bewegen. Für 70 bis 80 Prozent der Fahrgäste sollen die Preise sinken – besonders in Randzeiten, an Wochenenden und für Vielfahrer, betont die SNCB.
Herzstück des neuen Angebots ist die Karte „Train+“, die für 4 bis 6 Euro im Monat erhältlich ist und bis zu 40 Prozent Rabatt gewährt. Zudem wird ein Preisdeckel eingeführt: maximal 14 Euro pro einfache Fahrt, für Jugendliche, Senioren und Personen mit erhöhter Beihilfe höchstens 5,50 Euro. Auch das Kilometersystem wird angepasst – künftig wird nur noch bis 120 Kilometer voll berechnet. Laut SNCB soll das auf längeren Strecken eine Preisreduktion um rund 20 Prozent bringen.
Die Bahn hofft, dadurch innerhalb von drei Jahren bis zu neun Prozent mehr Fahrgäste zu gewinnen. Parallel dazu will die SNCB ihr digitales Angebot ausbauen und die Preisstruktur vereinfachen. Für Pendler und Freizeitnutzer sollen die neuen Tarife automatisch den günstigsten Preis berechnen. Ziel sei es, angesichts steigender Mobilitätskosten konkurrenzfähiger zu werden. (belga/svm)
Mehr dazu folgt.

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