Der Sektor, der 732 Unternehmen und Organisationen umfasst, erwies sich zudem als Jobmotor: Die Zahl der Vollzeitstellen wuchs in drei Jahren um 52 Prozent auf 9.750 im Jahr 2024.
Dem Boom steht jedoch ein deutlicher Fachkräftemangel gegenüber. 12,4 Prozent der Stellen im Cyberbereich sind unbesetzt – rund 4.000 Jobs. Zum Vergleich: In der gesamten IT-Branche liegt die Quote bei 5,3 Prozent, in der belgischen Wirtschaft insgesamt bei 3,9 Prozent.
Besonders kleine und mittlere Unternehmen investieren laut Agoria noch zu wenig in Sicherheit und bleiben dadurch anfällig. Eine Studie des Unternehmens Checkpoint zeigt, dass die Zahl der Cyberangriffe 2025 um 165 Prozent gestiegen ist – auf durchschnittlich 275 Attacken pro Tag.
Agoria fordert deshalb gezielte Fördermaßnahmen für KMU, mehr Kooperationen zwischen öffentlichem und privatem Sektor sowie zusätzliche Investitionen in die Ausbildung. Auch die Schulen sollten dem Thema Cybersicherheit frühzeitig mehr Raum geben. (belga/rt)

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