Wie Grégory Goffin, stellvertretender Leiter der Polizeizone Eifel, gegenüber dem GrenzEcho erklärt, habe eine Polizeistreife die Drohnen im Bereich der Wahlerscheider Straße zwischen Rocherath und der deutschen Grenze gesichtet. Daraufhin hätten die Beamten die zuständigen Behörden informiert. Die lokale Polizei in Düren meldete der Lagerverwaltung ebenfalls eine Drohnensichtung.
Laut Angaben des flämischen Rundfunks VRT wurden 15 Drohnen in der Nacht zum Freitag gegen 1.45 Uhr über dem Truppenübungsplatz von Elsenborn gesichtet. Das Militärgebiet ist 28 Quadratkilometer groß.
„Zufällig stand dort eine Testanlage zur Erfassung von Drohnen“, erklärt VRT-Verteidigungsjournalist Jens Franssen. „Diese Anlage konnte die Drohnen registrieren. Die Drohnen sollen von unserem Land nach Deutschland geflogen sein. Dort wurden sie auch von der deutschen Polizei (...) in Düren gesichtet.“ Woher die Drohnen stammen und wer sie steuerte, ist noch unklar.
Wie die Pressesprecherin der Verteidigung auf Nachfrage des GrenzEcho erklärte, wird der Vorfall untersucht. Sobald konkrete Anhaltspunkte vorliegen würden, werde eine entsprechende Mitteilung an die Öffentlichkeit erfolgen.
Anwohner hat „etwas Spezielles“ gehört und gesehen
Peter, ein Anwohner des Lagers, bestätigte im Gespräch mit dem GrenzEcho eine besondere Sichtung. Weil er unter Schlafstörungen leide, gehe er regelmäßig nachts mit dem Hund nach draußen: „Ich war zwischen 1.30 Uhr und 2 Uhr mit meinem Hund spazieren und habe etwas gesehen.“ Er habe nicht genau erkennen können, ob es eine Drohne oder ein Flugzeug gewesen sei. Jedenfalls habe er „etwas Spezielles fliegen gehört“. Nicht zum ersten Mal, übrigens: „Das habe ich die letzten Tage mehrmals gehört.“ Diesmal habe er aber erstmals mehrere Objekte erkannt.
Pferdesuche steht nicht in Verbindung mit dem Drohnenschwarm.
Bütgenbachs Bürgermeister Daniel Franzen verfügte ebenfalls über keine konkreten Informationen aus Brüssel. Er erklärte auf Anfrage, dass möglicherweise eine Drohne eingesetzt wurde, um ein verlorengegangenes Pferd aufzuspüren. Wie die Eigentümerfamilie des Pferdes auf Nachfrage des GrenzEcho allerdings mitteilt, wurde nachmittags mit zwei Drohnen nach dem Pferd gesucht, nicht nachts. Daher könne keine Verbindung zum Vorfall auf dem Truppenübungsplatz bestehen. Die Suche sei auch bei der Lagerverwaltung angemeldet gewesen.
Ein deutscher Polizeisprecher erklärte gegenüber der „Bild“-Zeitung: „In mehreren Bereichen, auch über Düren, wurden verdächtige Lichter wahrgenommen. Die Ermittlungen dazu laufen. Ob es sich tatsächlich um Drohnen handelt, kann bislang nicht abschließend gesagt werden.“ Weitere Informationen kündigt die deutsche Polizei erst am Montag an.
Leuchtspur am Nachthimmel
Die Kamera des Wetterdienstes Donnerwetter.de am Weißen Stein in Hellenthal erfasste in der Nacht zum Freitag gegen 1.36 Uhr ein Objekt, das aus Belgien kam und um 1.40 Uhr Richtung Nordosten über die Grenze zog – vermutlich der beobachtete Drohnenschwarm.
„Es handelt sich um einen sehr bizarren Vorfall. Im Lager Elsenborn gibt es nicht allzu viel zu ‚spionieren‘. Der Luftwaffenstützpunkt Kleine-Brogel, wo US-Atomwaffen gelagert sind, wäre ein naheliegenderes Ziel. Solange unklar ist, woher die Drohnen kamen oder wer sie steuerte, ist es schwierig einzuschätzen, was dahintersteckt. Es zeigt natürlich, dass es dringend Systeme braucht, die solche kleinen Drohnen erkennen, verfolgen und identifizieren können“, so der VRT-Journalist Jens Franssen.
In Bezug auf Drohnen ist die internationale Lage zurzeit angespannt, nachdem in den letzten Wochen mutmaßlich russische Drohnen mehrere europäische Länder überflogen hatten. Nach Polen, Rumänien und Dänemark musste auch der Flughafen München in der Nacht von Donnerstag auf Freitag den Flugverkehr wegen einer Drohne unbekannter Herkunft einstellen.
Dass das Medieninteresse auch in Belgien groß, zeigte sich am Freitagmittag an der Zufahrtsstraße zum Lager, wo die großen Nachrichtensender Interviews führten.


Kommentare
„Zufällig stand dort eine Testanlage zur Erfassung von Drohnen“
"Dort wurden sie auch von der deutschen Polizei (...) in Düren gesichtet.“
"Er erklärte jedoch auf Anfrage, dass möglicherweise eine Drohne eingesetzt wurde, um ein verlorengegangenes Pferd aufzuspüren."
Es waren aber 15 Drohnen?!?
So viel zur Luftraumüberwachung in diesen unsicheren Zeiten.
Zum Glück gibt es den Zufall und die Wachsamkeit der Dürener Polizei.
Da liegt wohl eher die Vermutung nahe, dass es ein Geburtstagsgruß von Putin war aus Anlass des Tages der Deutschen Einheit, der heute gefeiert wird.
Am 3. Oktober 1990, also vor 35 Jahren, "trat die DDR der Bundesrepublik bei", wie es immer so schön heißt. Es war wohl eher eine Übernahme, so wie bei Firmen, wo die schwächere von der stärkeren geschluckt wird.
Leider stand darüber nichts im GE. Aber vielleicht morgen?
Auch die deutschen Medien wissen (zurzeit) nichts von der Geschichte. Vielleicht wollte der Kriegsjournalist und Francken-Verehrer Jens Franssen nur etwas bekannter werden und sein Buch bewerben ("Frieden in Kriegszeiten")
Wozu sollte Russland Dronen schicken. Russland hat Satelliten womit es jeden Quadratzentimeter in Europa ausspionieren kann.
Das ganze Gerede von Dronen über Europa ist eine gute Gelegenheit dem Bürger die Milliarden Ausgaben für Aufrüstung schmackhaft zu machen.
Panik und Angst verbreiten ist in den letzten Monaten Aufgabe Nummer eins unserer Politiker, haben wir keine anderen Probleme in Belgien und Europa?
Das alles ist zum Fremdschaemen. Auf einmal fliegen überall Drohnen und man weiß, es sind von Russland gesendete. Da fliegt man angeblich über ein belgisches Militärgelaende und nichts passiert. Das ist genau mein Humor.
Der Herr Manz hat wie üblich den vollen Durchblick.
- "Wozu sollte Russland 'Dronen' [sic] schicken?"
Dumme Frage. Russland schickt keine Drohnen. So etwas würde der friedliebende Putin niemals tun.
- Alle Berichte darüber sind von den NATO-Kriegstreibern frei erfunden.
- Der Fund abgeschossener Flugobjekte ist eine üble Inszenierung von eben diesen Kriegstreibern (so wie 1939 der "Überfall" auf den Sender Gleiwitz 1939).
- Berichte über solche Objekte im Luftraum über Flughäfen wie in München sind alles nur Falschmeldungen, um "dem Bürger die Milliarden Ausgaben für Aufrüstung schmackhaft zu machen"?
Dazu ist das auch noch eine teure "gute Gelegenheit", verursachen solche Störmanö¨ver mit den dadurch bedingten Flugausfällen Kosten in Millionenhöhe.
Und Elsenborn? - "...man weiss, es sind von Russland...":
Wo steht das in dem Artkiel, dass man das "weiss"?
... fliegt man angeblich...: : Wieso? Waren das etwa fliegende Untertassen der Marsbewohner?
".... nichts passiert." Was h¨ätte denn passieren sollen?
Ja, und nicht überraschend, der Herr Wahl haut in dieselbe Kerbe.
Was hätte denn passieren sollen? Dann machen Sie, Herr Schleck, den Selbstversuch und betreten das Campgel aende bei Höhe Fliegerhalle. Ihre Aussage zur Kriegstreiberei und Aufrüstung unterstütze ich zu 100%.
Ende 204 gab es ähnliches in den USA:
"Drohnensichtungen an der US-Ostküste 2024
Ab November 2024 kam es zu verstärkten Drohnensichtungen an der US-Ostküste, beginnend im Bundesstaat New Jersey, aber bald darauf auch in weiteren Staaten an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Die Drohnen wurden von Privatpersonen gesichtet, aber auch über kritischer Infrastruktur und störten in einigen Fällen den Luftverkehr. Das US-Verteidigungsministerium bestätigte die Anwesenheit von Drohnen im Luftraum über Militärbasen und erklärte, dass es keine Kenntnis über die Betreiber der Drohnen habe. Die verstärkte Drohnenaktivität sorgte für verschiedene Untersuchungen regionaler und bundesstaatlicher Behörden. Verschiedene Politiker äußerten sich besorgt und forderten verstärkte Bemühungen zur Aufklärung der Sichtungen.
[...]
Mögliche Ursachen
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Als mögliche Ursachen für die Drohenaktivitäten wurden wahlweise die Aktivitäten privater Drohnenbesitzer, die Verwechslung von Himmelskörpern und anderen Flugobjekten mit Drohnen, ausländische Mächte oder das US-Militär selbst genannt. Besonders im Internet kam es zu zahlreichen Falschmeldungen und Spekulationen, die die Aktivitäten mit UFOs und Außerirdischen in Verbindung brachten. Der Abgeordnete Jim Himes sagte: „Lassen Sie mich etwas sagen, das ich mit Sicherheit weiß: Es sind nicht die Iraner, es sind nicht die Chinesen. Es sind keine Marsmenschen.“
In einer Kolumne für die Washington Post vom 13. Dezember argumentierte der Kolumnist Max Boot, dass die Sichtungen zumindest teilweise durch „Massenhysterie“ erklärt werden könnten, die, wie er anmerkte, „ein wiederkehrendes Merkmal des amerikanischen Lebens“ sei. Die Menschen würden durch die Meldung verstärkt den Nachthimmel beobachten und normale Flugobjekte oder Sterne verwechseln. Matthew Petti schrieb in der Zeitschrift Reason, dass „die Massenpanik über eine Drohnenbedrohung auch dazu führt, dass die Menschen unzusammenhängende Vorfälle miteinander verbinden und Dinge sehen, die nicht da sind“.[27] So war New Jersey schon 1938 der Standort einer Massenpanik gewesen, die durch eine Radiovorlesung von Orson Welles Roman Krieg der Welten ausgelöst wurde.[28] Der Autor und UFO-Forscher Mitch Horowitz betonte dagegen, dass er zum ersten Mal zu einem solchen Ausmaß an Sichtungen von unidentifizierten Luftphänomenen (UAPs) gekommen sei."
(de.wikipedia.org)
Meine Vermutung liegt bei einm Streich von Jugendlichen, und nicht beim allmächtigen und allgegenwärtigen Putin, so wie Herr Schleck ihn darstellt.
"Meine Vermutung liegt bei einem Streich von Jugendlichen, und nicht beim allmächtigen und allgegenwärtigen Putin, so wie Herr Schleck ihn darstellt
Also auch nur eine Vermutung, die ebenso wenig belegt ist wie meine, dass es sich um einen Geburtstagsgruß von Putin zum Tag der Deutschen Einheit gehandelt haben könnte.
15 Drohnen, die vom Lager Elsenborn über den Weißen Stein bis nach Düren fliegen: ein Streich von Jugendlichen! Aha!
Ach, lassen wir die müßige Diskussion über die Drohnen am ostbelgischen und westdeutschen Nachthimmel.
Die Realität sieht so aus: "Demnach feuerte Russland mehr als 500 Drohnen und über 50 Raketen auf die Ukraine ab, darunter Marschflugkörper, Shahed-Drohnen und Hyperschallraketen vom Typ Kinschal." (DIE ZEIT)
Das war letzte Nacht. Wohl auch alles nur Einbildung.?
Dass es Nachahmungstäter, manchmal vielleicht auch "Dummejungenstreiche" geben mag, wird wohl niemand ernsthaft bestreiten.
Auch Fehlinterpretationen und Sinnestäuschungen kommen vor.
Damit aber die vielfach dokumentierten Drohnenangriffe in der Ukraine und bis in NATO-Gebiet hinein als solche zu verharmlosen oder den "Kriegstreibern" im Westen in die Schuhe schieben zu wolen, ist schon ein starkes Stück.
Dass jemand allen Ernstes behaupten kann, der kriegslüsterne Westen würde seine eigenen Flughäfen mit Drohnenflügen lahmlegen, nur um Milliarden in die Rüstung pumpen zu können, wäre einfach nur lachhaft, wenn die Lage nicht so ernst wäre.
Übrigens, dass wie zu Orwells Zeiten wegen realer oder angeblicher Drohnenflüge zu Massenpaniken" gekommen wäre,
PS Noch was für Herrn Wahl: Leider kann ich seiner Aufforderung, selbst im Lager Elsenborn nach dem Rechten zu sehen, nicht nachkommen, da der Zutritt für Unbefugte verboten ist, und zwar in den drei (!!!) Landessprachen, wie auf einem Foto im GE zu sehen ist.
Aber vielleicht könnte er mal etwas aus sich herausgehen und über seine Erfahrungen dort berichten?
Übrigens, dass er meine Aussagen zu "100%" unterstützt, löst bei mir Unbehagen aus. Da habe ich es wohl versäumt, die darin steckende Ironie deutlich zu machen...
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