Die israelische Marine hat im Mittelmeer mehrere Schiffe einer privaten Flotte mit Hilfslieferungen für den Gazastreifen gestoppt. „Die Global Sumud Flotilla wurde von israelischen Seestreitkräften angehalten“, teilte die Trägerorganisation in ihrem Telegram-Kanal mit. Einige Schiffe seien sicher gestoppt und ihre Passagiere in einen israelischen Hafen gebracht worden, teilte das israelische Außenministerium auf X mit.
Mindestens eine Belgierin befand sich an Bord der humanitären Flottille für Gaza, die in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag von der israelischen Marine gestoppt wurde. Nach Angaben der Organisation handelt es sich um Latifa Gharbaoui, die auf dem Schiff Spectre mitfuhr. Insgesamt nehmen sieben Belgier an der sogenannten „Global Sumud Flotilla“ teil.
Laut den Angaben der Aktivisten hat die israelische Marine gegen 6 Uhr bereits rund 15 Schiffe der Flottille abgefangen, darunter das niederländische Boot Mohammed Bhar. Auf diesem befanden sich sieben Niederländer, die nach Angaben einer Sprecherin ebenfalls festgenommen wurden.
Auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg soll unter den von Israel festgesetzten Personen sein. Die Armee veröffentlichte dazu am Donnerstagvormittag ein entsprechendes Video.
Nach Angaben der Organisation sind noch etwa 30 Schiffe der Flottille unterwegs in Richtung Gazastreifen. In der Nacht teilte die Gruppe mit, man befinde sich rund 46 Seemeilen (85 Kilometer) vor der Küste.
Mit der Fahrt will das Bündnis den seit Jahren bestehenden Blockadegürtel um den Gazastreifen durchbrechen und Medikamente sowie weitere Hilfsgüter dorthin liefern. (belga/dpa/rt)

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