Hallentarife in Eupen

Lieber Herr Ponkalo, ja, die neue Mehrheit hat ihr Wort gehalten und die Hallentarife für Kinder und Jugendliche gesenkt. Die Kampagne #nosportsnofuture begrüßt dies sehr und fühlt sich bestätigt – auch, weil Parteien wie CSP und OBL unseren Ruf gehört haben und viele Bürgerinnen und Bürger aus Eupen dahinterstanden. Besonders kleine Sportvereine litten unter großen finanziellen Problemen, die nur durch gemeinsames Engagement sichtbar wurden. Ecolo war traditionell nie besonders sportaffin, und in den Legislaturen unter Bürgermeisterin Niessen spürte man ebenfalls kaum Interesse. Andere Parteien der heutigen Mehrheit hatten im Wahlprogramm deutlich mehr für den Sport vorgesehen. Dass Wahlversprechen nun eingehalten werden, sollte allen recht sein – es stärkt das Vertrauen in Politik und wirkt Politikverdrossenheit entgegen.

Natürlich wäre es besser, wenn alle profitieren. Aber während Kulturvereine damalige Erhöhungen hinnahmen, war es für viele Sportvereine schlicht eine Frage des Überlebens. „Wo kein Kläger, da kein Richter“ bedeutet hier nicht Lautstärke, sondern Notwendigkeit zu handeln, um weitermachen zu können. Eupen hat nicht nur wohlhabende Familien, sondern auch solche, die sich vieles vom Mund absparen, um Kindern Sport zu ermöglichen. Eine Inanspruchnahme von Sozialdiensten mag logisch wirken, verkennt aber die Realität vieler. Die jetzige Entlastung wird im Gesamtbudget der Stadt kaum ins Gewicht fallen, für Vereine und Eltern allerdings ein entscheidender Unterschied. Ob die neuen Tarife für alle fair sind, bleibt abzuwarten. Wichtig ist: die Mehrheit hat ihr Wort gehalten.

Am Ende gilt: Wer nicht kämpft, hat schon verloren. In einer Demokratie hat jeder das Recht, seine Meinung zu äußern. Die Kampagne #nosportsnofuture war keine parteipolitische Initiative, sondern eine Bewegung für den Sport, die Vereine und unsere Jugend. Daher die Bitte: machen Sie keine Politik mit Sport, der Ihrer Partei zuvor kaum ein Anliegen war!

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