Trotz Verbot: Einweg-E-Zigaretten bleiben Verkaufsschlager in Belgien

<p>Mehrere Einweg-E-Zigaretten liegen auf einem Tisch: Fast jeder zweite Laden verkauft hierzulande weiter Wegwerf-Vapes.</p>
Mehrere Einweg-E-Zigaretten liegen auf einem Tisch: Fast jeder zweite Laden verkauft hierzulande weiter Wegwerf-Vapes. | Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Auch offizielle Kontrollen bestätigen das Problem. Nach Angaben von Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit), auf die sich „Het Laatste Nieuws“ beruft, wurden in der ersten Jahreshälfte 1.322 Überprüfungen durchgeführt. Ergebnis: 85 Prozent der kontrollierten Webshops boten weiterhin illegale Wegwerf-Vapes an, häufig über soziale Medien wie Facebook, Instagram oder Snapchat. In physischen Geschäften wurden ebenfalls Verstöße festgestellt – etwa in 44 Prozent der „Night Shops“ und fast der Hälfte der Tabak- und E-Zigarettenfachgeschäfte.

„Dass die Vapes noch im Straßenbild sind, überrascht nicht“, erklärt die Kammerabgeordnete Lotte Peeters (N-VA)gegenüber „Het Laatste Nieuws“. „Aber dass so viele Verstöße festgestellt wurden, hätte ich nicht erwartet.“ Jugendliche berichten zudem, dass man die Produkte etwa in Brüssel nach wie vor leicht bekomme – lediglich etwas diskreter als früher.

Peeters fordert mehr Kontrollen, insbesondere im Onlinehandel, sowie ein europaweites Verkaufsverbot. Solange Belgien strengere Regeln habe als die Nachbarländer, sei es für Konsumenten zu einfach, auf ausländische Anbieter auszuweichen. (belga/calü)

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