Nein, dieser Leserbrief geht nicht um die viel debattierte Abtreibung, aber er es geht auch um Leben und Tod. Kartoffeln werden teilweise nicht geerntet, weil die Lohnkosten der Erntemaschinen den Wert der Kartoffeln übersteigt. Getreidepreise liegen auf dem Niveau von 1950. Die Regierung kürzt Prämien für die Lebensmittelerzeugung. Im Gegenzug dafür kauft Belgien für 280 Mio. Euro Raketen in den USA. Die Wallonische Region schenkt der Waffenindustrie FN 100 Mio.Euro. Jeder Mensch hat ein Organ im Kopf, das nennt man Gehirn. Wenn man das benutzt, merkt man schnell, dass man Frieden durch Intelligenz schaffen und erhalten kann. Ich bitte höflichst jeden Politiker unseres Landes, dieses Organ zu benutzen.
Wenn man das tut, dann merkt man, dass Intelligenz ein wertvolleres Gut ist, als haufenweise Geld und ein großes Waffenlager. Oder sollen wir Landwirte unsere Viehställe auch ausräumen und als Waffenlager zur Verfügung stellen? Dann hätte man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn man wäre die wütenden Bauern los und die Kriegssüchtigen wären wieder kriegstüchtig. Dann gäbe es vielleicht irgendwann keine Milchschnitte, sondern ein Stück Rakete zum Frühstück.
Kommentare
Herr Hacken, lassen Sie uns doch dann nach ihrer Logik gleich auch alle möglichen Kosten ohne jeglichen Zusammenhang gegeneinander aufwiegen:
- Firmenwagen: 6 Milliarden pro Jahr (gocar.be, 30-06-2025)
- EU-Subventionen für den Agrarsektor (GAP EU 21-27) 7 Milliarden
- Subventionen für fossile Energien: 13,3 Milliarden 2022 (L'Echo, 13-06-2025)
Dagegen sind 280 Mio. für Raketen - ein Abschusssystem ohne Raketen bringt übrigens nicht viel - und 100 Mio. Investitionen (nicht "Geschenke"!) in einen wallonischen Munitionsstandort, also in belgische (und europäische und unser aller in der noch freien Welt) strategische Sicherheit wohl das kleinere Übel, oder?
Kommentar verfassen
1 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren