Laut Protokoll der Verwaltungsratssitzung vom 8. September wurden dabei Sicherheitsaspekte, mögliche Proteste, finanzielle Folgen sowie das internationale Ansehen diskutiert. Einige Mitglieder warnten ausdrücklich vor politischem Druck. Schließlich entschied die Festivalleitung, das Konzert abzusagen – offiziell „in Abstimmung“ mit den zuständigen Behörden.
Derweil hat das Internationale Auschwitz Komitee die Ausladung als „schändlich“ bezeichnet. „Für Überlebende des Holocaust wird dieser 18. September und die Haltung des Festivals in Gent ein weiteres trauriges und besonders schändliches Beispiel für den zunehmenden Antisemitismus in Europa bleiben, der im Gefolge feiger Sicherheitsbedenken und moralischer Arroganz immer öfter zu beobachten ist“, sagte der Exekutiv-Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner, laut einer Mitteilung während eines Besuches in Auschwitz. „Die Überlebenden des Holocaust danken all denen, die Lahav Shani und seiner Botschaft der Menschlichkeit und der Versöhnung ihren Respekt bekundet haben“, betonte Heubner. (belga/dpa/gz)

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