Huy würdigt Ex-Bürgermeisterin Anne-Marie Lizin

<p>Anne-Marie Lizin schrieb Geschichte als erste Frau an der Spitze der Stadt Huy (1982–2009) und als erste Präsidentin des belgischen Senats (2004–2007).</p>
Anne-Marie Lizin schrieb Geschichte als erste Frau an der Spitze der Stadt Huy (1982–2009) und als erste Präsidentin des belgischen Senats (2004–2007). | Foto: belga

Der Antrag ging von der Anne-Marie-Lizin-Stiftung und der Vereinigung „Synergie Wallonie pour l’égalité entre les femmes et les hommes“ aus. Endgültig beschlossen wird die Namensgebung von der kommunalen Toponymie-Kommission, die am 30. September tagt.

Der amtierende Bürgermeister betonte, dies sei eine Gelegenheit, den „maßgeblichen Einfluss“ Lizins auf die Entwicklung der Stadt und ihr internationales Ansehen zu würdigen. Ihr Lebensweg zeige, dass für jene, die den Mut haben zu handeln, vieles möglich sei.

Anne-Marie Lizin schrieb Geschichte als erste Frau an der Spitze der Stadt Huy (1982–2009) und als erste Präsidentin des belgischen Senats (2004–2007). Sie engagierte sich für die Rechte von Frauen, gründete die Vereinigung „Terre des Femmes“ und stand dem Rat der frankophonen Frauen vor. Politisch war die PS-Politikerin zudem als Europaabgeordnete (1979–1988), Staatssekretärin für Europafragen (1988–1992), Föderalabgeordnete und Senatorin (1995–2010) aktiv.

Die Sozialistin brachte unter anderem ein Gesetz gegen häusliche Gewalt auf den Weg, initiierte Maßnahmen gegen Menschenhandel und beschäftigte sich mit Fragen zur Kernenergie und Sicherheit.

Ihr politischer Werdegang fand jedoch ein abruptes Ende: 2009 trat sie nach einer parlamentarischen Untersuchung in der Wallonie von ihrem Amt als Bürgermeisterin zurück und wurde wegen einer Korruptionsaffäre aus der Sozialistischen Partei ausgeschlossen. (belga/mcfly)

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