In Bezug auf die Akte Umgehungsstraße am Garnstock haben wir zur Kenntnis genommen, dass die neue Mehrheit hier Fahrt aufnehmen wollte – was auch in unserem Sinne ist. Denn auch wir würden uns sehr freuen, wenn die Umgehungsstraße endlich realisiert wird und die Mobilität der Eupenerinnen und Eupener spürbare Entlastung findet.
Fast ein Jahr nach den Wahlen müssen wir jedoch feststellen: Sowohl in Eupen als auch in Baelen liegt die Akte still – bei der SPI sogar auf Standby. Dass die Baelener Bürgermeisterin das Dossier aktuell nicht priorisiert, überrascht wenig: Dort herrschen interne Spannungen, und eine Mobilitätsstudie gilt als unerlässlich.
Die aktuelle Eupener Mehrheitsfraktion hat im letzten Wahlkampf groß getönt, sie verfüge über die besseren Argumente und müsse „nur einmal den Hörer in die Hand nehmen“ und alles wäre erledigt. Offenbar haben weder ein Telefonat noch weitere Versammlungen gereicht, um das Dossier voranzutreiben – geschweige denn umzusetzen. Dabei wäre es ihre Aufgabe, das Projekt der Nachbargemeinde Baelen schmackhaft zu machen. Nicht nur Donald Trump hat Schwierigkeiten mit der realistischen Zeiteinschätzung bei komplexen Dossiers. Willkommen in der Realität, liebe Mehrheit im Eupener Stadtrat. Eupen braucht keine leeren Versprechen, sondern konkrete Fortschritte. Die Menschen in Eupen wollen Veränderung – und keinen Stillstand.
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