„Die Einschätzung des verbleibenden Arbeitspotenzials muss auf einem weißen Blatt beginnen“, so Vandenbroucke.
Der Minister spricht von einer „kleinen Revolution“, um das stark wachsende Problem der Langzeiterkrankungen einzudämmen. Aktuell sitzen rund 300.000 Belgier bis zur Pensionierung in dauerhafter Arbeitsunfähigkeit. Künftig soll jeder, der nach zwölf Monaten in die Invalidität fällt, einen völlig neuen medizinischen Antrag stellen müssen. Diese Überprüfung soll anschließend jährlich wiederholt werden.
Ausgenommen bleiben Menschen, die vollständig invalid sind oder gerade eine besonders belastende Behandlung – etwa bei Krebs – durchlaufen. Nach Vandenbrouckes Schätzungen müssten dennoch über 100.000 der 300.000 Langzeiterkrankten künftig regelmäßig zur Kontrolle.
Neben gesundheitspolitischen Gründen nennt der Minister auch finanzielle Aspekte: Die Milliardenkosten der Invaliditätsausgaben könnten dadurch deutlich sinken. „Langfristig könnte es um Einsparungen von Hunderten Millionen Euro für die soziale Sicherheit gehen. Auch wenn das nicht meine erste Sorge ist“, so Vandenbroucke. (belga/rt)

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