Eigentlich hätten die Renten und Invaliditätsleistungen, die seit mehr als fünf beziehungsweise 15 Jahren bezogen werden, am 1. September um zwei Prozent steigen müssen. Nach Berechnungen der Gewerkschaften verpassen dadurch fast eine Million Rentner die Fünf-Jahres-Aufwertung und rund 600.000 die nach 15 Jahren. Für den Staat ergibt sich daraus bis 2030 eine Einsparung von 380 Millionen Euro, bei den Invaliditätsleistungen 56,5 Millionen bis 2029.
Die Regierung hatte die Aufwertung auf Empfehlung der Sozialpartner ausgesetzt und stattdessen die Mindestlöhne sowie andere Leistungen im Rahmen der sogenannten „Wohlstandsmittel“ erhöht. „Nun ist das Budget für die gesamte Legislaturperiode aufgebraucht, und die Regierung rechtfertigt die Aussetzung plötzlich mit der Leere dieses Fonds“, kritisieren die Gewerkschaften. Insgesamt belaufe sich die Einsparung auf 2,8 Milliarden Euro. (belga/gz)

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