Ministerin: Frankofone Kinder mit schwachem Niederländisch in Extra-Klassen

<p>Die flämische Bildungsministerin Zuhal Demir (r.) beim Schulstart in Flandern am 1. September in einer Grundschule in Paal (Beringen)</p>
Die flämische Bildungsministerin Zuhal Demir (r.) beim Schulstart in Flandern am 1. September in einer Grundschule in Paal (Beringen) | BELGA

Die N-VA-Politikerin betont: Frankofone Kinder müssten natürlich genauso wie alle anderen in der Schule Niederländisch sprechen. „Und mich trifft das. Wenn ich in diese Schulen gehe, frage ich mich manchmal, wo das Niederländische geblieben ist? Sie sprechen alle Französisch, selbst wenn sie mich auf dem Pausenhof ansprechen.“

Dieses Video mit der flämischen Bildungsministerin entstand beim ersten Schultag in Flandern (1. September).

Frankofone Kinder, die das Niederländische nicht beherrschen, sollen im Kindergarten zusätzliche Stunden erhalten. „Und wenn wir in der ersten Primarklasse sehen, dass sie nicht ausreichend gut Niederländisch sprechen, dann werden sie in eine andere Schule gehen müssen – für ein oder zwei Jahre –, um sich auf das notwendige Niveau zu bringen“, warnt Zuhal Demir. „Wir haben in Flandern kürzlich beschlossen, dass neu zugewanderte Kinder, bevor sie dem regulären Unterricht folgen, zunächst in einer anderen Klasse Niederländisch lernen müssen. Und das gilt auch für frankofone Kinder, auch in Brüssel. Das beginnt nächstes Jahr. Die kleinen frankofonen Kinder müssen das wissen: Sie haben noch ein Jahr Zeit, um gut Niederländisch zu lernen. Wenn ihr Niederländisch nicht gut ist, gehen sie nicht in die zweite Klasse, sondern zunächst in diese Sprachklasse mit den neu zugewanderten Kindern, die aus aller Welt kommen.“

Für die Ministerin ist dies eine logische Konsequenz, wenn man sich in einer niederländischsprachigen Schule einschreibt. (belga/sc)

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