Ende September 2024 wurde Chantal Post, seit über 30 Jahren Floristin in Vielsalm, nach einem zweitägigen Wettbewerb im Schloss Alden Biesen in Limburg zur belgischen Floristik-Meisterin gekrönt. Dieser Titel öffnete ihr die Türen zur Weltmeisterschaft im Blumenbinden, die alle vier Jahre im Wechsel mit der Europameisterschaft stattfindet.
24 Florist-innen aus aller Welt, die zuvor bereits nationale Meistertitel gewonnen hatten, traten gegeneinander an. Dabei gab die Aufgabenstellung nicht nur wettbewerbstypische Blumengestaltungen vor, sondern eine große Herausforderung waren vor allem die Überraschungsarbeiten. Bei diesen freien Kreativarbeiten sind vor allem Improvisationstalent, Spontaneität und die schnelle professionelle Umsetzung gefragt. Insgesamt sechs florale Design-Aufgaben mussten die Teilnehmer-innen gestalten und in Szene setzen. Diese wurden von einer internationalen Expertenjury bewertet.
Chantal Post hatte sich gewissenhaft auf den Wettbewerb vorbereiten. „Ich habe mich mit einem ganzen Team und einem Mentaltrainer umgeben, die mir dabei geholfen, meine Emotionen zu kontrollieren“, verriet sie der Tageszeitung „La Meuse“. Und mentale Stärke war auch nötig, um die gestellten Aufgaben zu bewältigen „Bei dieser Meisterschaft mussten wir unter anderem eine Struktur bauen, ohne zu wissen, welche Art und wie viele Blumen diese tragen sollte. Das war eine der kompliziertesten Aufgaben, die ich je zu bewältigen hatte.“
Seit 25 Jahren war Belgien nicht mehr bei der WM vertreten.
Die belgische Meisterin schaffte es ins Finale. Als letzte Aufgabe galt es, innerhalb von 45 Minuten ein Hollandrad zu dekorieren. Chantal Post landete auf einem ehrenvollen achten Platz.
Die Weltmeisterschaft im Blumendesign wurde von Polen gewonnen, vor Ungarn und Frankreich. „Ich bin sehr ehrgeizig: Ich hätte gerne mindestens einen Platz unter den Top 5 erreicht. Aber gut, ich muss mich für diese Platzierung nicht schämen: Belgien hat seit 25 Jahren nicht mehr an diesem Wettbewerb teilgenommen. Außerdem bin ich die erste Frau und die erste Wallonin, die die Farben unseres Landes bei einer solchen Meisterschaft vertreten hat. Darauf bin ich stolz“, so Chantal Post abschließend. (arco)

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