Mit dieser Erweiterung des Netzwerks will Quintin die internationalen Schmuggelrouten besser überwachen und die Hintermänner gezielter treffen. „Die Drogenbekämpfung in unserem Land beginnt in Antwerpen. Alles, was wir hier abfangen, erreicht weder Brüssel noch den Rest des Landes. Mit neuen Verbindungsbeamten in Panama und den Emiraten können wir näher an der Quelle des Handels eingreifen“, betonte der Minister.
Die Dimension des Problems zeigt ein Blick in die Statistik: Seit 2023 wurden in Antwerpen 706 Drogendossiers eröffnet, die zu 747 Festnahmen und 427 Beschlagnahmungen führten. Insgesamt landeten 217 Tonnen Drogen in den Asservatenkammern. Allein 2024 wurden über 70 Millionen Euro konfisziert, dazu 7 Millionen Euro an Geldstrafen verhängt sowie Urteile von zusammen 852 Jahren Gefängnis und 1.720 Jahren Hafenzugangssperre ausgesprochen.
Internationales Netzwerk
Belgien verfügt bereits seit 2023 über einen Verbindungsbeamten in Bogota, der die Kooperation mit Kolumbien und Ecuador betreut. Doch große Mengen Kokain nehmen den Umweg über Zentralamerika, allen voran Panama, Costa Rica, die Dominikanische Republik und Honduras. Während die Niederlande inzwischen acht Verbindungsbeamte in Lateinamerika stationiert haben, zieht Belgien nun nach.
Auch die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten habe sich bereits bewährt: Erst kürzlich wurde von dort der Antwerpener Drogenboss Othman El Ballouti ausgeliefert. Ein permanenter Verbindungsoffizier soll die Kooperation mit Dubai und Abu Dhabi auf eine dauerhafte Basis stellen. (belga/calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren