In Eupen haben vergangene Woche Vertreter der Benelux-Union und der DG über die Anerkennung von Sekundarschulabschlüssen beraten. An dem Treffen nahmen Unterrichtsminister Jérôme Franssen sowie PDG-Präsidentin Patricia Creutz-Vilvoye (beide CSP), die auch die belgische Delegation im Benelux-Parlament leitet, teil. Seitens der Benelux-Union waren Generalsekretär Frans Weekers und sein Stellvertreter Michel-Etienne Tilemans vertreten.
Derzeit erfolgt die Gleichstellung von Sekundarschulabschlüssen innerhalb der Benelux-Staaten nicht automatisch. Wer in einem der drei Länder studieren oder arbeiten möchte, muss bislang komplizierte und zeitaufwendige Anerkennungsverfahren durchlaufen. Mit einem künftigen Abkommen soll dieser Prozess vereinfacht werden. Bereits 2015 hatten die Beneluxstaaten mit der automatischen Anerkennung von Bachelor- und Masterabschlüssen europaweit eine Vorreiterrolle übernommen, heißt es in einer Mitteilung.
DG-Minister Jérôme Franssen hob die Vorteile für junge Menschen hervor. „Ein Abkommen zur automatischen Anerkennung von Sekundarschulabschlüssen würde den Start ins Studium in der Benelux-Region deutlich einfacher machen, bürokratische Hürden würden wegfallen und den Übergang von Schule zu Studium und Arbeitsmarkt erleichtern“, wird er in einer Pressemitteilung zitiert. Zugleich kündigte er an, die Initiative auch mit seinen belgischen Ministerkollegen besprechen und weiter vorantreiben zu wollen.
Auch Patricia Creutz-Vilvoye betonte die Chancen eines solchen Abkommens. Es könne nicht nur die regionale Zusammenarbeit stärken, sondern sich auch in bestehende Initiativen einfügen. Sie verwies dabei auf die Vereinbarungen zur gegenseitigen Anerkennung von Hochschulabschlüssen zwischen den Benelux-Staaten und den baltischen Ländern Estland, Lettland und Litauen.
Das Treffen in Eupen markiert nur den Auftakt für konkrete Verhandlungen. Bevor ein Abkommen umgesetzt werden kann, müssen die zuständigen Partner in allen drei Ländern ihre Zustimmung geben. (red/svm)

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