Der zweimalige Tour-de-France-Champion siegte auf der neunten Etappe bei der Bergankunft zur Skistation Valdezcaray hinauf nach 195,5 Kilometern im Alleingang. Für den dänischen Radstar war es bereits der zweite Etappensieg bei der diesjährigen Spanien-Rundfahrt.
Rotes Trikot noch
nicht das Ziel
Der Brite Tom Pidcock und der Portugiese Joao Almeida, Vingegaards schärfster Rivale im Kampf um den Gesamtsieg, belegten mit 24 Sekunden Rückstand die Plätze zwei und drei. Vingegaard verkürzte mit seinem 40. Profisieg auch den Rückstand in der Gesamtwertung auf Torstein Traeen auf 37 Sekunden. Der norwegische Außenseiter, der seit der sechsten Etappe die Gesamtwertung anführt, kämpfte sich mit fast zwei Minuten Rückstand ins Ziel.
„Ich habe mich total großartig gefühlt. Ich bin super glücklich“, sagte Vingegaard, der elf Kilometer vor dem Ziel attackiert hatte. Das Rote Trikot sei noch nicht sein Ziel gewesen. „Es ging nur darum, die Etappe zu gewinnen und etwas Zeit auf meine Gegner rauszuholen.“ Almeida ist nun 1:15 Minuten zurück Gesamtdritter.

Am Samstag hatte Sprintstar Jasper Philipsen eine der wenigen Chancen auf der Flachetappe nach Saragossa genutzt und seinen zweiten Etappensieg geholt. Der belgische Radprofi gewann nach 163,5 Kilometern von Monzon nach Saragossa im Massensprint vor dem Italiener Elia Viviani und dem Briten Ethan Vernon. Doch nach dem Ende der Etappe entschied die Jury, dass Viviani beim Sprint seine Linie verlassen habe und stufte den 36-Jährigen auf den 105. Platz zurück. Der Belgier Arne Marit rückte auf den dritten Platz vor.
Philipsen hatte bereits die Auftaktetappe dieser Spanien-Rundfahrt gewonnen. Bei der Tour de France in diesem Jahr hatte der 27 Jahre alte Belgier auf der ersten Etappe triumphiert, musste allerdings nach einem schweren Sturz zwei Tage später aufgeben. Philipsen hatte dabei einen Schlüsselbeinbruch und eine Rippenfraktur erlitten.
Nach dem Ruhetag in Pamplona geht es am Dienstag mit der nächsten Kletterpartie weiter. Auf der zehnten Etappe über 175,3 Kilometer wartet am Ende der Schlussanstieg nach El Ferrial Larra Belagua, einem Berg der ersten Kategorie. Die dreiwöchige Rundfahrt endet am 14. September in der Hauptstadt Madrid. (dpa/arco)

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