Pünktlich zum Schulstart: Kostenlose HPV-Impfung für Schüler

<p>Etwa 80 Prozent der Menschen infizieren sich irgendwann mit Humanen Papillomaviren. HP-Viren stecken hinter zahlreichen Krebserkrankungen.</p>
Etwa 80 Prozent der Menschen infizieren sich irgendwann mit Humanen Papillomaviren. HP-Viren stecken hinter zahlreichen Krebserkrankungen. | Illustrationsbild: Stefan Puchner/dpa

Rund 80 Prozent der Menschen infizieren sich irgendwann im Laufe ihres Lebens mit HPV – oft ohne Folgen. Doch hinter den unscheinbaren Viren verbergen sich Risiken: Sie können Gewebeveränderungen auslösen, aus denen Krebs entsteht, insbesondere Gebärmutterhalskrebs.

Impfangebot zu Schulbeginn

„Lassen Sie Ihr Kind jetzt impfen. Die Impfung heute ist ein Gesundheitsschutz für den Erwachsenen von morgen“, betont Marion Wengenroth, Expertin für Infektionsschutz beim MDG. Der Hohe Gesundheitsrat Belgiens empfiehlt, alle Kinder und Jugendlichen im Alter von neun bis 14 Jahren zu impfen. In der DG ist der Impfstoff für alle Ärzte und Kaleido kostenlos verfügbar.

Kaleido Ostbelgien organisiert die HPV-Impfung regelmäßig. im Rahmen der schulärztlichen Untersuchungen. Zu Beginn des neuen Schuljahres erhalten alle Schüler des 1. Sekundarschuljahrs kostenlos den Impfstoff. Damit soll sichergestellt werden, dass Jugendliche bereits vor ihrem ersten Sexualkontakt geschützt sind.

Humane Papillomaviren gehören zu den am weitesten verbreiteten Infektionen weltweit. Sie befallen Haut und Schleimhäute, die Genitalien, den Analbereich sowie den Mund- und Rachenraum. In vielen Fällen bleiben Infektionen unbemerkt und klingen von selbst ab. Manche verursachen harmlose Warzen oder sogenannte Feigwarzen. Gefährlich sind jedoch bestimmte Virus-Typen, die im Körper bestehen bleiben und langfristig Krebserkrankungen begünstigen können.

Die Übertragung erfolgt über direkten Hautkontakt, über verunreinigte Gegenstände wie Handtücher oder durch sexuelle Kontakte. Besonders gefährdet sind junge, sexuell aktive Menschen. Zwar tragen auch Verhütung, gute Körperhygiene und Vorsorgeuntersuchungen zur Prävention bei – doch eine Impfung bleibt der effektivste Schutz. Kondome allein reichen nicht aus: Studien zeigen, dass sie Infektionen zwar verringern, aber nicht verhindern können. Die HPV-Impfung hingegen erzeugt eine hohe Immunität gegen die wichtigsten Virustypen.

Das Ziel ist klar: Durch eine frühe Impfung sollen Kinder und Jugendliche bestmöglich geschützt werden – für ein gesundes Erwachsenenleben. (red/nc)

Weitere Infos: www.ostbelgienlive.be/hpv

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