Belfius befindet sich seit der Finanzkrise 2011 vollständig im Besitz des belgischen Staates. Die Bank war damals aus den Trümmern der angeschlagenen Dexia hervorgegangen und wurde durch Steuergelder gerettet. Seither gehört sie zu 100 Prozent der öffentlichen Hand. Schon seit Jahren drängt die Bankführung jedoch darauf, einen Minderheitsanteil an private Investoren zu verkaufen, um mehr Handlungsspielraum zu gewinnen.
Nun rückt dieser Schritt näher. „Wir haben Mitte Juli einen Brief von der SFPIM (der föderalen Investitionsgesellschaft, A.d.R.) erhalten, auf Anfrage von Finanzminister Jambon, in dem wir aufgefordert werden, die Öffnung des Kapitals vorzubereiten“, erklärte Raisière. „Unsere Teams arbeiten derzeit intensiv daran.“
Ein genauer Zeitplan für den möglichen Verkauf steht bislang nicht fest. Klar ist jedoch, dass die Regierung De Wever damit einen wichtigen politischen Schritt setzt: Zum ersten Mal seit der Rettung von Belfius wird offiziell an einer teilweisen Rückführung in den Privatsektor gearbeitet. Ob und in welchem Umfang die Bankanteile an die Börse gebracht werden, ließ Raisière offen. (gz)

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