„Das ist der schönste Tag meines Lebens. Es war so ein hartes Spiel, sowohl mental als auch körperlich“, freute sich Collignon (ATP 107) über den glücklichen Ausgang seines Zweitrundenmatches gegen den Norweger Casper Ruud, den er mit 6:4, 3:6, 3:6, 6:4, 7:5 ausschaltete. Nach seinem Erstrundenaus in Wimbledon nimmt der 23-jährige Belgier erst sein zweites Majorturnier in Angriff, erlebt somit aktuell sein Karriere-Highlight: „Natürlich bleibt dieser Sieg in Erinnerung. Jetzt weiß ich, dass ich selbst gegen große Gegner etwas erreichen und jedes Spiel mit diesem Wissen angehen kann.“
Als nächste Hürde auf dem Weg ins Achtelfinale stellt sich ihm der Tscheche Jiri Lehecka (ATP 21) in den Weg.
Alcaraz im Eiltempo in die dritte Runde
Carlos Alcaraz hat seine Ansprüche auf den zweiten US-Open-Triumph eindrucksvoll unterstrichen. Der 22-Jährige gewann sein zweites Match im Eiltempo gegen den Italiener Mattia Bellucci und zog in nur 1:36 Stunden mit 6:1, 6:0, 6:3 in die dritte Runde ein.

Auch Publikumsliebling Ben Shelton ließ in der Spätsession nichts anbrennen. Der an Nummer sechs gesetzte US-Amerikaner, 2023 Halbfinalist, besiegte den Spanier Pablo Carreno Busta 6:4, 6:2, 6:4. Shelton bekommt es nun mit dem französischen Routinier Adrian Mannarino zu tun.
Nach Ausraster: 42.500 Dollar Strafe für Medwedew
Der frühere Weltranglistenerste Daniil Medwedew ist für seinen spektakulären Ausraster in New York mit einer Geldstrafe von insgesamt 42.500 Dollar (37.000 Euro) belegt worden. Dies gaben die Organisatoren bekannt. 30.000 Dollar muss der 29-Jährige für sein unsportliches Verhalten bei der Erstrunden-Niederlage gegen den Franzosen Benjamin Bonzi zahlen, weitere 12.500 Dollar kostet ihn das Zerstören eines Schlägers.
Medwedew hatte sich immens echauffiert, nachdem im dritten Satz bei Matchball Bonzi ein Fotograf auf den Platz marschiert war. Medwedew rettete sich noch in den fünften Satz, verlor dort aber – und rastete erneut aus.

Sabalenka mit etwas Mühe in Runde drei
Währenddessen ist Titelverteidigerin Aryna Sabalenka mit leichten Anlaufproblemen in die dritte Runde eingezogen. Die Weltranglistenerste aus Belarus besiegte in New York die Russin Polina Kudermetowa letztlich souverän 7:6 (7:4), 6:2 und machte einen weiteren Schritt in Richtung ihres dritten Grand-Slam-Finals in diesem Jahr.
Sabalenka trifft nun auf die Kanadierin Leylah Fernandez, die 2021 als 19-Jährige überraschend das Finale erreicht und im Duell zweier ungesetzter Spielerinnen gegen die Britin Emma Raducanu verloren hatte.
Kudermetowa, Nummer 67 der Welt, hielt vor allem im ersten Satz sehr gut mit Sabalenka mit, verdarb sich aber mit vielen Fehlern eine Siegchance: 34 Unforced Errors und neun Doppelfehler leistete sich die 22-Jährige. (belga/sid/tf)

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