Belgien wird NATO-Ziel in diesem Jahr erreichen

Die NATO hatte das Zwei-Prozent-Ziel 2014 nach der Annexion der Krim durch Russland beschlossen. Vor allem Länder wie Belgien, Kanada, Spanien und Italien hatten sich in den vergangenen Jahren schwergetan, die Vorgabe einzuhalten. Nun soll es auch diesen Staaten gelingen, die Marke zu erreichen. Laut NATO stiegen die belgischen Verteidigungsausgaben 2025 um mehr als 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Während Belgien mit 2 Prozent genau an der Grenze liegt, investieren einige Partner deutlich mehr. Polen und Litauen geben nach NATO-Angaben 4,5 beziehungsweise 4 Prozent ihres BIP für Verteidigung aus. Die Vereinigten Staaten kommen demnach auf 3,2 Prozent.

Getrieben wird die Entwicklung sowohl durch die sicherheitspolitische Lage in Europa als auch durch Druck aus Washington. US-Präsident Donald Trump hatte die europäischen Verbündeten in den vergangenen Jahren wiederholt aufgefordert, ihre Verteidigungsbudgets zu erhöhen. Im Juni vereinbarten die NATO-Staaten deshalb eine neue Zielmarke: Künftig sollen 5 Prozent des BIP in Sicherheit fließen – 3,5 Prozent in Verteidigungsausgaben und 1,5 Prozent in sicherheitsrelevante Investitionen etwa in Infrastruktur oder Cyberabwehr.

Die Föderalregierung hatte bereits Anfang des Jahres beschlossen, die Ausgaben von 1,3 auf 2 Prozent anzuheben. Gleichzeitig setzte sich Belgien beim NATO-Gipfel dafür ein, die Frist für die Umsetzung der neuen Fünf-Prozent-Norm von sieben auf zehn Jahre zu verlängern. Eine erste Überprüfung ist für 2029 vorgesehen. (belga/svm)

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